Aladin 01/2017

Der neue Aladin ist heute (14. MÄRZ) frisch aus der Druckerei eingetroffen. Mein Wohnzimmer verwandelt sich in ein großes Versandzentrum 580 kg Zeitschriften werden in 1.000 Kuverts verpackt, Beilagen eingetütet, Etiketten aufgeklebt, frankiert, geprüft ob das Abo 2017 bezahlt ist und ab geht die Post in 17 Länder auf der ganzen Welt.

Wer schon jetzt ein wenig im Aladin schmökern möchte hat hier Gelegenheit ein paar Seiten online zu lesen.

Viel Vergnügen!

Hanno

Vorschau Download (pdf): Aladin Ausgabe 01_17 Vorschau

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2 Kommentare zu "Aladin 01/2017"

  1. Sehr geehrter Herr Magic-Christian!

    Ich danke Ihnen aus tiefstem Herzen für Ihren hervorragenden Artikel „Die Sprache der Jugend“. Sie sprechen mir mit Ihrem Beitrag aus der Seele.

    Sie überlegten lange, ob Sie den Artikel überhaupt schreiben sollen. Wie gut, DASS sie ihn geschrieben haben. Solch ein Artikel VON IHNEN war mehr als überfällig.

    Was den fehlenden Respekt und den schlimmen Umgang mit auf der Bühne helfenden Zuschauern angeht, schrieb ich vor ca. eineinhalb Jahren den Artikel „Pöbel-Zauberer“, den Alexander de Cova auf seinem damaligen Blog „Solid-Magic“ veröffentlichte.

    Auf die Jugend bezogen verfasste ich vor einigen Monaten ein Rundschreiben, welches ich an wenige auserwählte Zauberfreunde verschickte. Ich kritisierte in dem Schreiben nicht nur die Sprache der Jugend, sondern ganz erheblich die schlechten Manieren und die ewige Besserwisserei vieler junger Leute. Dieses Verhalten vieler Newcomer nahm ich mit zum Anlass, mich aus der internen Zauberszene zurückzuziehen. Jugendlichen Nachwuchs-Zauberkünstlern zu helfen, ist oft eine undankbare Aufgabe. Nur aufgrund der Hartnäckigkeit einiger Personen, die mich freundlichst darum gebeten haben, doch weiter Artikel zu schreiben, entschied ich mich gegen meinen Entschluss, mich aus der Insider-Szene zurückzuziehen.

    Nun höre ich schon einige Leser im Hintergrund sagen, dass doch nicht alle Jugendlichen so sind. Selbstverständlich nicht. Dennoch sind es zu viele Jungs, die völlig falsch ticken. Zu cool ist uncool. Wann werden solche Jungs (aber auch ältere Vorführer) endlich verstehen, dass Zauberkunststücke nicht als „Rätselrateshow“ präsentiert werden dürfen? Ich habe schon unzählig oft an anderen Stellen geschrieben, dass aus meiner Sicht die allermeisten der aktiven Zauberkünstler eigentlich überhaupt nicht auf die Bühne dürften bzw. nicht auf´s Publikum losgelassen werden dürfen, solange sie nicht verstanden haben, dass einige gewisse Regeln einzuhalten sind.

    Ich erschrak vor einigen Jahren, als Jan Becker die Zuschauer auf übelste Art und Weise rumkommandierte. In solchen Momenten schämt man sich, Artist zu sein. Wenn man nötig hat, so wie er aufzufallen, dann kann ich nur den Kopf schütteln.

    Nein, Magic Christian. Sie sind nicht ergraut! Sie gehören noch zu denen, die man als Gentleman bezeichnen kann. Wenn SIE Ihre Zauberkunst zeigen, dann machen Sie das, um Menschen mit niveauvoller Kunst und geschliffenen Worten zu verzaubern. Sie haben es nicht nötig, sich wie viele der Jugendlichen lächerlich aufzupusten.

    Ich war fassungslos, als ich einen unterdurchschnittlichen Zauberkünstler aus Köln sah, der – bevor er mit seinem Auftritt begann – versteckt in den Zuschauersaal schaute und wortwörtlich sagte: „Schau sie Dir an, die Idioten. Die werde ich gleich mal so richtig mit meiner Show verarschen!“ Und er hielt Wort. Der Mann und seine Show waren eine Katastrophe. In der Tat, das war „Zaubern ohne Respekt!“

    Übrigens empfinde ich es auch als Unsitte, eine Bühne mit Jeans zu betreten. Meiner Meinung nach beginnt der Respekt gegenüber dem Publikum schon mit der Kleidung. Man sollte fantastische Künstler wie z. B. Sascha Grammel oder die Ehrlich-Brothers dies bzgl. nicht als Vorbild nehmen. Diese Kollegen sind „Ausnahmekünstler“ und haben eine eigene besondere Klasse – auch in Jeans.

    Ich freue mich, verehrter Magic-Christian, dass Sie sich dazu entschieden haben, den Artikel zu schreiben. Vielen Dank!

    Beste Grüße
    Pierre Castell

  2. Dr. Hans-Christian Solka | 20. März 2017 um 19:12 |

    Zum Artikel „Ein Zauberer ist(k)ein Schauspieler, der einen Zauberer spielt.“ von A. F.di Cagliostro:

    Ein sehr bedenkenswerter Artikel, der jedoch infolge seiner Kürze weder neue noch tiefer gehende Gedanken zu den Ausführungen Roberto Giobbis zur Frage 10 seines Buches „Ask Roberto“ bietet. (Das im Übrigen nicht einmal erwähnt wird.)

    So weist R. Giobbi insbesondere auf den Kontext des diskutierten Zitats hin. Es stammt aus einem Kapitel Robert-Houdins, das sich weder mit der Vorführung noch mit der Inszenierung von Zauberkunst beschäftigt – sondern mit der Etymologie, speziell des Begriffs „Prestidigitateur“.

    Der Artikel regt an, sich wieder mit den sehr lesenswerten Gedankengängen Giobbis zu Vernons „being natural“ und zu Schauspieler vs. Zauberkünstler auseinanderzusetzen.

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