Leserbrief ALADIN 2017

Leider sind durch einen Computerabsturz die Leserbriefe 2017 zu Heft 1-3 verschwunden. Wir ergänzen hier laufenden alle Zusendungen die wir erhalten.

Hier geht es zu den Leserbriefen 2015, 2016:
http://www.aladin.blog/category/leserbriefe/

2017: 

Liebe Kollegen
das Heft 4-2017 des „aladin“ widmet sich in dankenswerter Weise dem Thema Respekt und behandelt auch das unappetitliche Kapitel „Kopien“. In Sachen Zauberkunst bin ich von letzteren nicht betroffen, da ich bis heute noch nie eine richtige Erfindung gemacht habe – meine Musik-Produktionsfirma hingegen erleidet durch Kopisten und Piraten unbezifferbaren Schaden. Darum ist das Kapitel Kopie für mich eben ein unappetitliches.

Die folgenden Beispiele sollen nicht etwa zum „Eröffnen eines Hexenprozesses“ aufrufen – sie eignen sich hingegen vortrefflich als Illustration für die von Eberhard Riese erhobene Forderung nach respektvollem Umgang („aladin“ 4-2017, Seite 36).

Beim Stöbern in Willmanns „Zauberwelt“ hatte ich in Nr. 4-1898 eine recht schlaue Anwendung des „sechsten Fingers“ gefunden. Wer beschreibt mein Erstaunen, als ich wenig später in der „Magischen Welt“ Nr. 2-1976 auf Seite 57 diese Anleitung wieder fand – im Inhaltsverzeichnis wird H.G.Witt als Autor genannt.

In Walter Sperlings Buch „Hokus-Pokus-Fidibus“, erschienen 1951 im Paulus-Verlag Recklinghausen wird auf Seite 125 unter dem Titel „die Wunderröhre“ eine Tuchproduktionsröhre beschrieben. Da jenes Buch mein erstes „richtiges“ (lies brauchbares) Zauberbuch gewesen war, kenne ich seinen Inhalt beinahe auswendig und bekam natürlich Stielaugen, als ich dieser Trickerklärung in der „Magischen Welt“ Nr. 6-1968 auf Seite 197 wieder begegnete – als Autor wurde Franz Greb genannt.

Ich finde es nicht etwa verwerflich, dass brauchbare Trickprinzipien aus früheren Zeiten in Erinnerung gerufen worden sind – ganz im Gegenteil. Es kann auch in Zukunft weitere solche Erinnerungen geben, denn noch lange nicht jeder besitzt jedes jemals gedruckte Buch oder Heft. Es wäre jedoch anständig und respektvoll, wenn jeweils die Quellen angegeben würden. Auch wenn keine materiellen Schäden entstehen, so behält doch die Redensart „Ehre, wem Ehre gebührt“ ihre Richtigkeit.
Rico Leitner – Schweiz

Lieber Hanno,vielen Dank für die neuste aladin-Ausgabe 4/17. Ich finde es immer beeindruckend, wie man ein solches Heft ehrenamtlich neben der Arbeit stemmen kann. Auch die Titelthemen der letzten Hefte waren sehr interessant. Leider ist aber auch das neuste Heft mehr Masse statt Klasse. Ich denke „Respekt in der Zauberkunst“ ist ein sehr breites Thema, das auch sehr kontrovers diskutiert gehört. Hier ist es wenig hilfreich, nur Erfinder und Entwickler zu Wort kommen zu lassen, denn natürlich sind die nicht sehr begeistert, wenn man sie kopiert. Aber ohne Kopie wäre unsere Kunst schon lange ausgestorben. Ich weiß auch nicht, wer meinen Würfelkasten oder mein Malbuch erfunden hat. Auch bin ich mir sicher, dass die Erfinder von dem Kauf meiner Requisiten keinerlei Anteil bekommen haben. Dennoch ist es wichtig, dass man diese Geräte kaufen kann. Also: Wann ist es verwerflich Dinge zu kopieren und wann wird es zum Allgemeingut? Auch glaube ich, dass am Anfang der Karriere Kopie eine wichtige Station der Entwicklung darstellt. Also: Wann ist Kopie o.K., wann verwerflich? Alles Dinge, die kaum angesprochen werden. Auch fehlt ein Resumé.

Das Thema Patrick Lehnen vs. Nacho Diago finde ich, so wie es bearbeitet wurde, respektlos (schlecht bei dem Thema). Nacho Diago ist nicht das Original, das Original ist Pixar. Nacho Diago war nur mit seiner Kopie etwas schneller als Patrick Lehnen. Dass die Lampe gleich aussieht und dass sie sich ähnlich bewegt, liegt bei beiden ausschließlich am Vorbild. Wie genau die Kommunikation zwischen Patrick und Nacho abgelaufen ist, vermag ich nicht zu sagen (Du allerdings auch nicht). Ich denke, keiner kann erwarten, dass eine Nummer, die über Jahre viel Geld und Zeit gekostet hat, einfach weggeworfen wird, weil es jemand anderen gibt, der früher auf die Idee gekommen ist. Man kann es Patrick aber hoch anrechnen, dass er überhaupt Kontakt aufgenommen hat. Und um sich ein eigenes Bild zu machen, kann man beide Kontrahenten gerne neutral interviewen, aber ich brauche keine vorgefertigte Meinung eines Redakteurs.

Aber ist Kopie der einzige Punkt des fehlenden Respekts? Andere Punkte gibt es im Heft kaum. Dafür wird aber ein Händler böse in die Pfanne gehauen. Ich bin wahrlich kein Fan von Harold Voit, aber wenn man ihn schon interviewt, dann muss man ihm auch die Möglichkeit geben, sich zu seinem Tun zu rechtfertigen, zumal er eigentlich nur fair das umsetzt, was Theo Böhm unter der Hand zugibt. Hier fehlt einfach jeglicher Respekt.

Lieber Hanno, ich gönne Euch von ganzem Herzen den Erfolg, den ihr mit dem aladin habt. Hierdurch sollten eigentlich gute Gelder durch die Abo-Preise vorhanden sein. Bitte überlegt Euch, ob es sinnvoll ist in noch mehr Seiten zu investieren oder ob Ihr  lieber das Geld in die Qualität des Heftes steckt. Kontroverse Themen gehören auch kontrovers diskutiert. Das macht natürlich viel mehr Arbeit und kostet mehr Geld. Aber nur so geht Journalismus. Anders kommen nur Fake-News zustande und davon haben wir heute wirklich genug.
Liebe Grüße
Torsten Rau (Nov. 2017)

Aladin Antwort:
Hallo Torsten,
zuerst einmal danke für deinen Leserbrief, den ich natürlich auf unserer Leserbriefseite gerne veröffentliche. Es ist schön, Reaktionen zu bekommen, die bei so einem schwierigen Thema natürlich auch sehr unterschiedlich ausfallen können. Aber man kann es nicht allen Recht machen.
Wenn du die Aufarbeitung dieses Themas im letzten Aladin so schlecht fandest (Fake-News, respektlos, Beteiligte nicht zu Wort kommen lassen, Händler in die Pfanne hauen, Beteiligte nicht die Möglichkeit geben sich zu rechtfertigen, fehlende Qualität, …), bedauere ich das. Ich kann das so nicht einfach stehen lassen.

Dazu habe ich mich mehr als 2 Jahre mit dem Thema beschäftigt, hab recherchiert, hab Interviews gemacht, hab ALLE Beteiligten befragt und um Stellungnahmen gebeten. Du wirfst mir hier selbst Dinge vor, die du einfach behauptest, ohne mich zu fragen.
Du machst genau das, was du mir vorwirfst.  Es grenzt ein wenig an Ironie.
Du sprichst Themen an, die im Heft von vielen Seiten auch in deinem Sinn beleuchtet wurden.  (Klassiker, Grenzen des Kopierens, Kreativität durch Kopie u.s.w.) Dazu haben viele namhafte Zauberkünstler Beiträge geschrieben. Ich muss mich da vor meine Autoren stellen, denn das als Fake News zu bezeichnen finde ich unfair.
Ich habe in vielen Fällen Geschichten erzählt und Fakten – die viele nicht wussten – auf den Tisch gelegt und jedem die Möglichkeit gegeben selbst zu urteilen. Ja ich war bei Patrick Lehnen nicht neutral, denn ich habe im Artikel selbst gesagt, dass er wahrscheinlich die Inspiration der Lampe von Pixar hatte. Ich hab Pixar sogar ein kleines Kapitel deshalb gewidmet. Ich hab nur hinterfragt, ob es richtig ist um Erlaubnis zu fragen und dann wenn man sie nicht bekommt, einfach zu machen. Warum frag ich dann überhaupt. Und nur deshalb hat sich Nacho aufgeregt.
Bei Harold Voit war ich ärgerlich. Ich hab ihn mehrfach dazu befragt und er hat ein Interview gegeben. Beim Thema Dean Dill wollte er nichts sagen, offenbar kam es ihm selbst schäbig vor mit dem Namen eines Toten und als ausgewiesene Kopie Werbung zu machen. Der Artikel ist auch jetzt von der Webpage verschwunden. Aber ich hab ihn dazu konkret mehrfach gefragt. Und ich habe ansonsten meine Hochachtung für ihn als Händler ausgedrückt. 
Natürlich haben Amateurzauberer keine Freude wenn man unterstellt, dass viele DVDs und Tricks schamlos kopieren und kreative Künstler um den Lohn zu bringen. Natürlich ist der MZvD nicht daran interessiert, dass man kritische Berichte über einen Preisträger bringt. Aber jeder wurde dazu fair befragt. Der „Flying“ Kopiervorwurf an Peter Marvey wurde genau so fair besprochen wie alle anderen Punkte.
Ich bedauere es wirklich und zweifle ein wenig daran, ob du die Artikel wirklich ganz gelesen hast. Denn viele Vorwürfe kommen gar nicht auf, denn wie schwierig es ist zwischen Kopie und Weiterentwicklung zu unterscheiden steht in einigen Artikeln.
Ich bin sehr glücklich mit den Reaktionen die ich von vielen Profis (auch aus den Reihen des MZvD´s zur Art der Berichterstattung   erhalten habe.  Ein aktueller FISM Preisträger schrieb mir dazu:
„Wollte nur loswerden, dass ich es großartig finde wie offen und sachlich Du im Aladin die beiden Themen Patrick Lehnen und Harold Voit besprichst. Mutig und vorbildlich. Respekt“
Ich muss akzeptieren dass man Beiträge unterschiedlich sehen kann. Aber den Vorwurf von Fake News oder mangelnde Qualität kann ich nicht nachvollziehen, selbst wenn man anderer Meinung ist.
Der Aladin hat ein anderes Konzept wie eine typische  Vereinszeitung. Wir versuchen über den Tellerrand zu schauen, Themen umfassend zu beleuchten und auch mal klare Meinungen zu vertreten. Das Heft zum Thema syrische Zauberer als Flüchtlinge, Tierzauberei fundiert betrachtet, Wettbewerbe und Kongresse, Mentalmagie kritisch betrachtet, unsere Sinne Spezialthemen wollen bewußt etwas anderes für Leser bieten.
Vielleicht nimmst du dir noch einmal Zeit, liest ein paar Artikel gründlich und ich in sicher, dass die Kritik von Fake News und Qualitativ schlecht vielleicht doch überdenkenswert ist.  Aber wir wären schlechte Zeitschriftenmacher,  wenn wir nicht mit Kritik leben könnten. 
In dem Sinn, vielen Dank!
Hanno Rhomberg (Nov 2017)
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Gratulation zum Mut, sich dieses Thema auszusuchen und einmal klare Worte zu finden. Von mir aus hätten noch andere Personen kritisiert gehört. Aber es war zumindest einmal ein Beginn. Spannend, sachlich und gut geschrieben. Wo nehmen Sie nur die tollen Autoren her. Interessant auch die Geschichten um Steve Spill, der für mich in erster Linie ein Close-up Zauberer war. Da hab ich wieder einmal etwas gelernt. Macht weiter so!!! Schön dass man euch als nicht Vereinsmitglied bekommen kann.
Kurt Biegenzahn (Okt. 2017)
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Sehr gefreut habe ich mich über die aktuelle Ausgabe Aladin. Das Konzept und die Thematik sind extrem spannend, Ich fand viele differenzierte Ansichten und Vergleiche. Einen grossen Dank an Euch beide das Ihr das Thema mal genauer beleuchtet und sensibilisiert. Was mir noch fehlt ist der Grundgedanke dahinter, das was alles begründet. Das hat mit uns allen zu tun und nichts mit Aladin. Vielleicht finde ich noch Zeit dafür beim grösseren Artikel. ……
Dir Hanno gratuliere ich noch zum Entscheid, Dich ganz dem Aladin bzw. Deiner liebsten Passion zu widmen.
Peter Marvey (Okt. 2017)
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Danke für den Mut, Dinge über die man in der Szene hinter verborgener Hand spricht, zu recherchieren und darüber zu berichten. Das ist fair. Die Zauberszene ist oft so verlogen, Presse macht einen Kniefall. Aladin hat offenbar wirklich eine unabhängige Redaktion. Respekt
Günther M. (Okt 2017)
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Habe gerade den ALADIN erhalten,…
Schön darin zu lesen,…  Über:
MARKUS ZINK den ich persönlich noch immer sehr bewundere.
SASCHA GRAMMEL den ich beruflich bedingt nach Bregenz begleiten durfte (leider hatte ich Hanno nicht gesehen ),…. (Sascha Grammel ist von 20.11-24.11 in der Schweiz unterwegs, ich darf wieder mit ).
PATRICK LEHNEN, mit seiner Lampe, den ich noch vom Zauberkongress der Schweiz kenne.
MARTIN LEWIS, einfach unvergesslich,…
PETER MARVEY an dem man wenn man viel in der Schweiz ist nicht vorbei kommt.
LEX SCHOPPI, an ihm kommt man nicht vorbei wenn man sich mit Schneiderei beschäftigt.
THOMAS VITE, wer ihn noch nie Zaubern sah, ist selber Schuld und hat was verpasst.
HAROLD VOIT, der mir sehr am Herzen liegt,… war es doch meine Zauberschule .
SVEN SPACEY, der mir auf dem Zauberkongress in der Schweiz immer freie Hand lässt, nachdem wir und meistens vorher total verschiedene Ansichten haben .
PIT HARTLING, den ich auch persönlich sehr mag.
STEPHAN KIRSCHBAUM, den ich leider viel zu selten treffe.
(ALEXANDER DE COVA, kein Kommentar )
……
Schön darin zu lesen,…
Sandy Gasser (Oktober 2017)

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Ich habe heute die neue aller Gene erhalten und möchte dir hier meinen Respekt für das aktuelle Thema „Respekt“ aussprechen.
Wir von ParaLabs sind ständig betroffen von Kopien, Ideen Diebstahl und deren Verwertung bis hin zu TV Sendungen. Es gibt sogar Kollege die Produkte von uns kopiert in Umlauf gebracht haben und eine Zirkeltour mit diesen Produkten veranstaltet haben. Nochmals mein Glückwunsch zum absolut gelungenen Heft.
LG aus Köln
Rainer Mees 
(Okt. 2017)
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Kurz und Bündig:
….ein Mega Aladin diesmal wieder ! Danke!

Rudy Christl
(Oktober 2017)
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In der redaktionellen Notiz zu meinem Artikel „Kostenloskutur…“ Heft 4/2017, Seite 10ff. wird bezüglich des sich verknotenden Löffel wird der Anschein erweckt, dass der Löffel nicht mehr im Handel vertrieben wird. Dies ist irreführend. Unter dem Namen „Bennets wundersamer Kaffelöffel“ (der sich vor den Augen der Zuschauer verknotet!!) wird dieser hier auch heute (20.10.2017) noch angeboten:
https://www.magiccenterharri.com/catalog/product_info.php?products_id=11578
https://www.magiccenterharri.com/catalog/product_info.php?products_id=11826

Ulrich Rausch (Okt. 2017)

Anmerkung:
Danke für die Ergänzung. Die Notiz entstand, da die im Manuskript übermittelten Links nicht stimmten. Da wir Links vor Drucklegung immer kontrollieren, haben wir dies ergänzt.
Wie mir Zauberfreunde berichten, ist auch der von mir kritisierte Onlineshop: Copyshop inzwischen nicht mehr aufrufbar. Wenn dies mit unserem Artikel zu tun hat, würde mich das natürlich freuen.
Hanno Rhomberg

Anmerkung zur Anmerkung:
Noch einmal zu meinem Beitrag „kostenloskultur“: Nur damit es keine Missverständnisse gibt. Einer der beiden hier ’nachgetragenen‘ Links war bereits Teil des Artikels wurde aber von der Redaktion (zu der ich seit 5 Monaten nicht mehr gehöre; auch wenn dies nie öffentlich verkündet oder ich gar verabschiedet wurde kann man es im Impressum erkennen) ohne mein Wissen entfernt.
Ulrich Rausch

Anmerkung zur Anmerkung zur Anmerkung:
Danke für den Hinweis zu den LINKS:
Am Tag vor der Drucklegung prüfen wir alle Links. Wenn diese nicht funktionieren, werden Sie von uns nicht veröffentlichen. Das kann viele Gründe haben. Neben technischen Erreichbarkeiten, aber auch dass gewisse Fakten nicht mehr stimmen. Im betreffenden Fall gab es das kritisierte Produkt nicht mehr im Sortiment von Herrn Bennet. Der Link zu dem angegebenen Zaubershop konnten wir auch nicht aufrufen.
Prinzipiell haften die Autoren für ihre Texte selbst. Allerdings sind wir als Herausgeber verpflichtet gewisse Fakten zu prüfen. Ebenso – und das gilt für alle Texte – lassen wir in kritischen Fällen – Texte von unserem Anwalt prüfen. Auch dies völlig unverbindlich, da die Autoren für ihre Texte selbst haften.

Ulrich hat unsere Redaktion im 1. Halbjahr verlassen. Ich habe mich bei ihm persönlich für seinen tollen Einsatz schriftlich bedankt. Da er bekannt gegeben hat, weiter im Aladin zu schreiben, sah ich keinen Anlass das groß publik zu machen, nachdem es keinen Streit gab. Solche Entscheidungen akzeptieren wir natürlich.
Das Aladinprojekt ist jung und dynamisch. Dinge verändern sich, Weggefährten verlassen uns, neue stoßen zu uns. Wer Lust hat mitzuwirken, ist immer willkommen!
Hanno Rhomberg
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Ist ein echter Knaller, das neue Aladin, lieber Hanno!
Auf jeder Seite interessant und vergnüglich!
Ist eigentlich nicht mehr zu toppen, oder?
Danke Dir sehr für die Mühe, die Du (mit Deinem Team) investiert hast!
Superklasse auch Dein Artikel über den act mit der Schreibtischlampe und die Hintergründe der Entstehung bei Pixar! Da bewährt sich ein ums andere mal die Vielseitigkeit Deiner Interessen und Deim grosses Hintergrundwissen.
Die besten Grüsse sendet Dir herzlich
Martin KELLER (OKT. 2017)
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Hi Hanno,
Thank you very much for all. For sending me the article.
For writing it and the search of what you consider ethical.
A big hag. Best regards
Nacho Diago (Okt. 2017)
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Sehr geehrter Herr Rhomberg
Heute ist Aladin per Post eingetroffen. (Hasselt Belgium)
Wieder ein tolles Magazin (warscheinlich das Beste in Europa)
Herzlichen Glückwunsch
Met vriendelijke groeten
Jan Jacobs (Oktober 2017)
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Hi Hanno,
Wollte nur loswerden, dass ich es großartig finde wie offen und sachlich Du im Aladin die beiden Themen Patrick Lehnen und Harold Voit besprichst. Mutig und vorbildlich. Respekt.
WM, (Oktober 2017)
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Hallöchen
Habe gerade die neueste Ausgabe bekommen. Was soll ich noch schreiben?
WAHNSINN!!!!!!
Unglaublich!
Ron Bertolla, Schweiz (Okt. 2017)
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Hallo Hanno,
wir haben den neuen Aladin bekommen und möchten Dir wirklich gratulieren.
Diese ist nicht nur aufschlussreich, interessant und etc. diese Zeitschrift ist einfach ein Wahnsinn. Hoffe Du kannst mit so vielen Komplimenten umgehen? J
Wir wissen auch dass Jürgen sehr viel damit zu tun hat (auch ein super Dankeschön verdient) und Peter und ich sind heute nicht nur froh sondern auch stolz darauf dass wir Euch beide kennen
Lernen durften. Ein grosses Dankeschön an Euch beide. J
Silvia und Peter Magic Shop CH,  (Okt. 2017)
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Lieber Hanno,
vielen Dank für den digitalen Auszug aus dem Aladin. Ich habe mich selbstverständlich sofort auf deine Berichte über die Wundermanufaktur und den Zauberturm gestürzt. Danke für die positive Darstellung.
Bitte gestatte mir trotzdem bei dem Bericht über den Zauberturm ein paar Dinge richtig zu stellen:
– Der Zauberturm ist der einzige runde Turm in der Stadtmauer. Auf der Kaiserburg steht der runde Sinwellturm, ein weit sichtbares Wahrzeichen der Stadt. Die jetzt optisch dicken runden Türme an den Toren der Stadt sind im Ursprung viereckig und wurden erst im Zuge der Markgrafenkriege rund ummantelt.
– Das Ende des zweiten Weltkriegs war 1945. Der Großangriff auf Nürnberg, dem auch unser Turm zum Opfer fiel, war am 2. Januar 1945.
– Es finden an mehreren Sonntagen (an 10 – 12) Matineen statt. Jeden Sonntag im Turm zu zaubern würde uns restlos überfordern.
– In den deutschen Ortszirkel gibt es keine Präsidenten, sondern „nur“ Vorsitzende. Der einzige Präsident ist Eberhard Riese.  Peter Schramm (Okt. 2017)
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Lieber Peter, sorry für die Ungenauigkeit und für deine Richtigstellung. Be uns in Österreich gibt es so viele Präsidenten….  😉    Hanno
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Zum Thema Leserbriefe – Artikel Zauberturm – Ende des Zweiten Weltkriegs: Hier ziehe ich mir in vollstem Schuldeingeständnis den Schuh mit an! Es ist halt peinlich wenn man als deutsche (!) Lektorin nicht drüber stolpert, dass der Zweite Weltkrieg schon 1943 geendet haben soll (was sicherlich schön gewesen wäre). Ist das Verdrängung von unangenehmen Themen der Zeitgeschichte? Keine Ahnung und vor allem auch keine Rechtfertigung. Schlimmer noch macht es, dass ich bei diesem Thema (2. WK) regelmäßig bei diversen Kneipen-Quiz-Runden scheitere, während mir das Wissen, was mir die Arbeit mit dem Aldin einbringt, in selbigen Runden wieder zugute kommt, wenn zum Beispiel nach Houdini gefragt wird oder anderen Dingen, die man nur wissen kann, wenn man sich mit Zauberei beschäftigt. Also: Mea Culpa! Ich bin vollkommen zerknirscht. Marion Treu, Lektorin
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Lieber Hanno,
ich weiss nicht, wie Du das machst, aber die neueste Ausgabe des Aladin ist ein Wahnsinn.
Wenn man sich vielleicht noch vor einiger Zeit gedacht hat, dass es nur die Anfangs-Euphorie ist, dass so dicke Ausgaben des Aladin erscheinen –
nun ja – der Anfang ist schon laengst vorbei und nun kommen 104 Seiten an Informationen rund um unsere geliebte Zauberkunst.
Wie schon im Betreff geschrieben – ein Wahnsinn.
Heute bekommen, schon einige Artikel gelesen.
Gerade das Thema “Respekt” ist ein riesig recherchiertes Thema.
Nach all dem, was ich hier schon gelesen habe, und das ist noch nicht alles, bin ich richtig stolz auf meine “magische Bibliothek”.
Fuer mich sind Buecher so riesige Ideenbringer und Anstifter fuer Kreativitaet, dass diese bei mir eine wesentlich hoeheren Stellenwert haben als DVDs, Videos, Streaming, youtube.
Wolfgang Hofer (Okt. 2017)
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Hallo Hanno.
Dieses Mal ist dir wieder ein großer Wurf mit dem Aladin gelungen.
Viele Neuigkeiten von nah und fern wurden zusammen getragen und an
die Zauberkollegen weiter gegeben.
Ich hoffe es geht so weiter Gratulation an alle an den MRA.
Zauberhafte Grüße   Erich Oppenauer (Okt. 2017)
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„Ich lese mit Begeisterung den ALADIN und bin der Meinung: Die beste Europäische Zauber-Fachzeitschrift abonniert zu haben.
Mit freundlichen, zauberhaften Grüßen“
E. Haendl.  (Okt. 2017)
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„Der Aladin ist wirklich ein spannendes, mutiges Projekt. Großartig, was für interessante, unerwartete Themen Du immer wieder aus dem Ärmel schüttelst, Hanno…“
Christian Knudsen

 

Reaktionen aus Aladin 3 (Kongresse und Wettbewerbe):

In der Magie, dem offiziellen Organ des MZvD nimmt Eberhard Rieses zum Spezialthema „Kongresse“ Stellung zum Thema Wettbewerbe. Als langjähriger Jurypräsident des MZvDs ist er dazu auch prädestiniert. Riese betont die gute Zusammenarbeit der Aladin Redaktion und der Magie Redaktion. Mit einigen der Meinungen einiger Autoren, ist er aber nicht  einverstanden. Zumindest hat er eine andere Meinung dazu:
So ist Eberhard Riese kein Freund von Laienbewertungen. Zumindest sieht er keine Vorteile gegenüber einer Fachjury. Ebenso stellt er richtig, dass beim Kinderwettbewerb in der MZvD Jury Fachleute (Pädagogen) für Kinderzauberei sitzen. Michael Sondermeyer, Uwe Schenk, Jakob Matthias und Juliaus Frack. Auch Eberhard Riese ist ja pensionierter Pädagoge.
Vielen Dank für den Input.
Zusammengefasst aus der Magie 2017/10  – Eberhard Riese

 

Reaktionen aus Aladin 2 + Sonderheft „Sehen“:

„Großartige Arbeit des Aladin! Das Sonderheft „Sehen“ war sensationell. Unglaublich diese Vielfalt an wunderbaren Themen. Händisch in 1000 Ausgaben Spezialfotos einzukleben grenzt an Wahnsinn. Ihr seit Verrückte. Danke für diese unglaubliche Arbeit. Ich freu mich auf jede Ausgabe. 40 Euro dafür ist wohl die größte Zaubertrick. Ihr seit damit nicht nur das spannendste Zauberprojekt, sondern auch das mit dem größten Umfang und kleinsten Preis.“
Herbert Kofler

Kinder – das besondere Publikum von Hanno Rhomberg:
Wie ich diesen Bericht von Hanno über den Kindermagier „Big Al Catraz“ gelesen habe war ich fassungslos! In Deutschland hätte ein solcher Kollege wenig Chancen, da sich „schlechte“ Auftritte schnell herumsprechen.
Gerade im Kindergarten- und Grundschulbereich spricht sich das sofort herum, da viele Kollegen untereinander in den Kitas und Schulen Kontakt halten. Da helfen auch die schönsten Flyer nichts.

Mehr als nur Kinder? von Ulrich Rausch:
Kollege Ulrich Rausch hat einen sehr interessanten Bericht über Zauberkästen geschrieben!
Zu berücksichtigen ist allerdings, dass ein Autor selten in die Materialausstattung eingreifen kann, da macht kein Großkonzern mit. Einen Zauberkasten in meiner damaligen Ravensburger Ausführung kann man leider heute
zu einem bezahlbaren Preis nicht mehr ohne China herstellen. Und mit Kleinauflagen von einem kleinen Verlag kann die Firma kein Geld verdienen. Es werden von allen Herstellern nach wie vor Stückzahlen im sechsstelligen
Bereich jährlich verkauft. Buchauflagen sind sehr klein und laufen im Handel nur sehr schwer. Bertelsmann hatte vor vielen Jahren mein GROSSES ZAUBERBUCH in Hardcover herausgebracht mit einer Startauflage von 20.000 Stück! Diese Zeiten sind längst vorbei. Durch die Zauberkästen bekommen die Kinder auf jeden Fall Kontakt zur Zauberei. Viele fangen damit an und hören dann wieder auf. Einige bleiben bei dem Hobby und finden dann
Anschluss an die Zauberszene. Ich empfehle den kleinen Zauberfans und deren Eltern einfach den erworbenen Zauberkasten aus besseren eigenen Materialien nachzubauen.
Auch war es ein Trugschluss weniger Hersteller die meinten einen bekannten aktuellen „Zauberer“ als Coverbild zu präsentieren um höhere Umsätze damit zu machen. Dies floppte schon einigemale. Ich erinnere an die Kästen eines italienischen Verlages der vor Jahren URI GELLER präsentierte. Ergebnis war, dass die Kästen bald wieder aus dem Spielwarenhandel  verschwanden.
Das Thema Zauberkästen für Erwachsene spielt bei den großen Verlagen keine Rolle und erreichen leider keine hohen Stückzahlen und sind meist Eigenauflagen als Einnahmequelle von Zauberschulen und einzelnen Kollegen.
Interessierte Erwachsene haben ja den Zaubergerätefachhandel zur Auswahl.
Eine weitere Unart und sogar eine Verdummung ist es , wenn Hersteller unzählige Tricks ( 150 Zaubertricks auf das Coverbild schreiben!!!  ) in einen Zauberkästen packen. Leider handelt sich dabei oft um läppische „Mehrfachtricks“. Dazu die langweiligen Anleitungen in Kurzform. Da braucht man sich  nicht zu wundern wenn das Kind frustriert den Zauberkasten auf die Seite legt. Da hilft auch keine DVD usw.! ( diese zerstört die Kreativität der Kinder!)
Zum Glück weisen dabei meine Kästen diese Punkte nicht auf, da konnte ich meinen Verlag überzeugen.
Verzauberte Grüße aus Augsburg!
HARDY 4. Juni 2017

Lieber Herr Rhomberg, der Aladin ist eingetroffen. Er ist wiederum sehr gelungen, ich gratuliere und danke! Der folgende Kommentar ist für di Cagliostro gedacht – ich weiß, daß Zauberer solche Beiträge wenig schätzen. Vielleicht aber hat Herr di Cagliostro Lust und schreibt mir drei Sätze, was er unter Magie verstehen will. Mich (und wahrscheinlich mich allein) interessiert das tatsächlich. Leiten Sie ihm meine Mail weiter?
Die schönsten Grüße! Sehr Ihr Peter Grandt

Sehr geehrter Herr di Cagliostro! Ihren Beitrag im Aladin fand ich sehr anregend, auch wenn Sie feststellen werden, daß wir kaum übereinstimmen. Eine Gegenmeinung zu einem gedrucken Text zu lesen, bereitet immer Unbehagen; ich weiß, was ich sage. Unbehagen zu erzeugen, ist aber nicht der Grund meines Einspruchs. Nehmen Sie meine Entschuldigung bitte an. Ihre Definition von Magie interessiert mich dennoch. Oder gerade deshalb. Jeder Zauberer sollte gelegentlich darüber nachdenken, was er unter Magie verstehen will. Sollten Sie Ihre Gedanken irgendwann mit mir teilen wollen, dann freut sich und dankt Ihnen von Herzen
Peter Grandt

Lieber Herr Rhomberg, haben Sie großen Dank für den Aladin 5/16 – ein sehr ansprechendes Heft.

Ihr Beitrag über das Kalanag-Symposium steht dem Bericht von Christian Theiss (in der MW) in nichts nach. Benöhr und Benninghaus (unsere Juristen) hängen heute „ihr Mäntelchen in den Wind“, wie es der Schreiber tat. Das bißchen Opportunismus kann doch nicht so schlimm sein. Man tut doch bloß den Mund nicht auf. (Einer hat angeblich die Atombombe, einer setze angeblich Giftgas ein, Imperialismus in Syrien sei doch bloß „Bürgerkrieg“, das bißchen Angriffskrieg in Libyen übersieht man und die Attentate in Paris, da ginge es doch nur um eine Mohammed-Karikatur und nicht um Journalisten, die Kriegsverbrechen ihrer eigenen Regierung wegschweigen – aber genau das war die dicke Überschrift in den Bekennerschreiben, nicht?) Schreiber war wie sie sind. Ergo ist Schreiber unschuldig. Es sind Reinwäscher. Nicht nur Einpeitscher auch Stillhalter sind schuldig. Und Stillhalten geht anders. Kalanag ist schuldig, wie unsere Eliten schuldig sind.

– Die Körpersprachen-Leute, mit ihren so lächerlich überspannt „lockeren“ Fotos, erklären, daß die anderen immer so gekünstelt locker seien und einfach nur natürlich sein brauchen. Sie sollten eine Lektion bei sich selber buchen und uns dann in Ruhe lassen.

– Ihre Kunterbunt-Intermagic-Seite hat Spaß gemacht und Giobbis Folge war auch Klasse, Knudsens Trick ist super und Werner Millers Idee, ein überzeugendes Falschmischen dazu, ist auch nicht übel.

– Charity ist, was Großindustrielle impotenterweise Entwicklungshilfe nennen. Das müssten die kleinen Anpasser ja nicht unbedingt nachäffen. Über die ganzheitliche Sichtweise „Vollbeschäftigung und Leistungslohn“ ist m.W. noch keiner hinausgekommen. Der Künster müßte irgendwann auch mal über eine eigene Interessenvertretung nachdenken. Der gute Wille allein erschöpft sich bekanntlich. Die Künstlersozialkasse in Bremen sagt, die Berufsgruppe der Künstler verdient hierzulande im Schnitt 1400,-. Das verdient eine Supermarkt-Kassiererin. Der Künstler ist aber ein Freiberufler… Durchschnitt heißt, die überwiegende Mehrheit liegt weit drunter. Ich kenne hierzulande Schauspieler, die auf das Anmieten von Wohnungen verzichten, um von der Sozialhilfe etwas Theater machen zu können. Das sind unsere 1-Euro-Jobber, gegen die treten wir preislich an. Peter Hacks in seiner Kunstökonomie: Der Künstler beweise, daß man ein Produkt unendlich lange sogar unter den Erzeugungskosten anbieten kann. Neben der Kunst müsse der Künstler auch die Überlebenskunst beherrschen. – Die Fachmagazine sind noch zu sehr Spielwiese. Es ist ein sehr notwendiges aber schwieriges Thema. (Ich wäre neugierig, wie die Berufsgruppe reagiert, wenn man das Wort Interessenvertretung in den Raum wirft…)
Sehr feines Heft!
Peter Grandt

8 Kommentare zu "Leserbrief ALADIN 2017"

  1. Guten Tag Herr Leitner,

    eine kleine Anmerkung zu Ihrem Leserbrief:

    Ich habe mich mit den von Ihnen geschilderten Artikeln noch nicht beschäftigt, weiß aber, dass Sie nichts Falsches berichten würden, weshalb ich kurz Stellung dazu beziehen möchte.

    Zur Ehrenrettung des Gründers und damaligen Herausgebers der „MW“, „Werry“ (Werner Geissler), weise ich darauf hin, dass ihm der von Ihnen geschilderte Sachverhalt mit Sicherheit höchst unangenehm gewesen wäre.

    Ich halte meinen Hinweis deshalb für erforderlich, weil sonst evtl. jüngere Leser, die Werry nicht kannten, falsche Schlüsse aus Ihrem Leserbrief ziehen könnten. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass Sie, sehr geehrter Herr Leitner, nicht das Verhalten von Werry kritisieren wollen. Denn ich nehme an, dass Sie wissen, dass Werry ein absoluter Ehrenmann war und NIEMALS zugelassen hätte, dass die Beiträge von H.G.Witt (Wittus Witt) und Franz Greb veröffentlicht worden wären, wenn er die geschilderten Hintergründe gekannt hätte.

    Ich bin über das damalige Verhalten von „H.G.Witt“ sehr verwundert, da doch gerade er dafür bekannt ist, stets die Urheber zu nennen.

    Solche nachweislich „abgekupferten“ Ideen möchte kein seriöser Herausgeber einer Fachzeitschrift veröffentlichen. Dennoch kann es immer mal passieren, das was „durchrutscht“!

    Ich finde sehr gut bzw. sogar dringend erforderlich, dass solche Vorfälle publik gemacht werden (wie in diesem Fall von Ihnen).

    Das sind wir den wahren Urhebern schuldig!

    Beste Grüße aus Köln
    Pierre Castell

  2. Guten Tag Herr Rau,

    ich bin erschüttert. Da lese ich in Ihrem Leserbrief Sätze wie „Leider ist aber auch das neueste Heft mehr Masse statt Klasse!“

    Das kann doch nicht ernstgemeint sein, oder? Sicher, die Geschmäcker und Ansprüche sind verschieden. Aber genau das wird doch im Aladin hervorragend abgedeckt. Für jeden Leser ist eine Menge Lesestoff enthalten. In großer anspruchsvoller Vielfalt und in hoher Qualität, wie ich meine.

    „Aber ohne Kopie wäre unsere Kunst schon lange ausgestorben.“
    Oje, was ist denn das für eine traurige Einstellung.

    „Also: Wann ist Kopie O.K., wann verwerflich? Alles Dinge, die kaum angesprochen werden.“
    Nun, bestimmte Dinge braucht man nicht anzusprechen, wenn man sie korrekt mit Anstand und Respekt betrachtet. Es sollte klar sein, was verwerflich ist. Man kann von Hanno Rhomberg nicht auch noch erwarten, dass er Erziehung in Anstand gibt.

    „Dennoch ist es wichtig, dass man diese Geräte kaufen kann.“
    Nein, ist es aus meiner Sicht nicht. Man braucht keinen Würfelkasten, um ein Publikum zu begeistern – man benötigt dazu überhaupt keine Apparate. Zeitgemäße Zauberkunst funktioniert mit Alltagsgegenständen, nicht mit Uralt-Apparate-Tricks. Oder ist es für Sie Kunst, Klappen zu öffnen bzw. zu schließen? In meinen Augen völlig unsinnig, Zauberkunst von Apparaten abhängig zu machen (ganz allgemein: dies ist leider die typische Denke von Amateuren).

    „Auch fehlt ein Resumé.“
    Jeder Leser wird sich abschließend sein eigenes Bild machen und selbst zusammenfassend abwägen! Ein Redakteur möchte seine Meinung nicht aufzwingen, sondern zum Nachdenken anregen!

    „Das macht natürlich viel mehr Arbeit und kostet mehr Geld. Aber nur so geht Journalismus. Anders kommen nur Fake-News zustande!“
    Diese Aussage ist in meinen Augen eine Beleidigung. Zeigen Sie mir bitte eine vergleichbare Zeitschrift unserer Szene, in der jemals so viel Arbeit und Zeit gesteckt wurde, wie vermutlich gerade in der aktuellen Aladin-Ausgabe. Ich weiß aus erster Quelle, wie viel Zeit Herr Rhomberg in solche Projekte steckt. Denn bei einem früheren Titelthema (Tiere in der Zauberkunst) habe auch ich ein wenig „geholfen“, d. h. Material zu diesem Thema gesucht. Ich war dabei relativ erfolglos, konnte nur mit ganz wenigen älteren Artikeln zum Thema helfen. Aber selbst dafür habe ich mehrere lange Abende Zeit gebraucht. Haben Sie vielleicht eine Ahnung davon, wie viel Zeit Hanno Rhomberg benötigt, um ein Spezialthema wie „Respekt“ in diesem Umfang und der vorliegenden Qualität zusammenzustellen? Ihre unterschwellige Art und Weise, Inhalte aus dem Aladin mit „Fake-News“ gleichzusetzen, empfinde ich als empörend und einen bösen Schlag ins Gesicht.

    So, das musste ich mal loswerden. Ich akzeptiere selbstverständlich Ihre Meinung. Ob sie aber fair und sachlich richtig ist, bezweifle ich sehr. Gerade der neue Aladin ist ein Paradebeispiel für hervorragenden Journalismus. Ihre Meinung dazu ist für mich völlig schleierhaft.

    Viele Grüße
    Pierre Castell

    • Guten Tag Pierre Castell!
      Mit Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen. Ich frage mich, wie Sie zu der Behauptung kommen, man bräuchte keine Apparate. Schön, wenn Sie nach Art der Taschenspieler ohne alles auskommen und Ihr Publikum famos unterhalten können. Aber ist das in irgend einer Weise allgemein gültig? Natürlich nicht! Wann beginnt denn die moderne ZauberKUNST? Vielleicht im Zeitalter eines Hofzinser? Das wäre ja gerade der Moment des Übergangs vom Taschenspieler zur Kunst der Magie.
      Ich wünsche Ihnen, das Sie nicht zu der Überzeugung gekommen sind, das moderne Magie alles Gewesene wegwerfen sollte.
      Klassische und moderne Apparate werden IMMER ihren Platz in der Zauberkunst haben. Zum Glück für das Publikum!
      Mit besten Grüssen
      O.G.

  3. Im aktuellen Aladin lese ich auf Seite 30 im Artikel „Der Zaubergerätehändler im Spiegel der Zeit“ von Theo Böhm folgende Zeilen:

    „Andererseits wäre auch die Frage zu klären, ob im Fall ´Schwebender Tisch´ Losander in Anbetracht seines Preises für die Tische, wirklich mehr Tische verkauft hätte, wenn es keine preiswerteren Modelle gegeben hätte. Die Kunden, die Billigtische kaufen hätten sich nie ein Original kaufen können.“

    Ich denke, ja, Losander hätte mit Sicherheit mehr Tische verkauft, wenn es keine Kopien gegeben hätte. Insbesondere wäre den Profis (und natürlich auch guten Amateuren) die den schwebenden Tisch meisterhaft vorführen sowie dem Publikum vermutlich das grauenhafte Elend der schlimmen Vorführungen von Nichtkönnern erspart geblieben.

    Nebenbei bemerkt:
    Ich höre in diesem Zusammenhang immer nur den Namen Dirk Losander. Man sollte für die jüngeren Leser doch fairerweise erwähnen, dass der eigentliche Urheber (was die Weiterentwicklung der alten Schwebe-Tricktechnik angeht) die Idee von Tommy Wonder war. Ich erinnere mich noch zu gut an den Streit, der damals bei Einführung des „Floating Ball“ entstand, als dieser von Losander und einem bekannten Händler angeboten wurde. Erst einige Zeit später einigte man sich mit Tommy Wonder (nachdem dieser eine große Kampagne und ganzseitige Annoncen mit aufklärenden Worten in sämtlichen Fachzeitschriften startete).

    Aus der erwähnten erweiterten Tricktechnik dann den schwebenden Tisch zu kreieren, halte ich für genial. Aber – man möge es mir bitte verzeihen – vielleicht sind der Ideenklau und die damit vielen kaufbaren Billigtische die nachträgliche Gerechtigkeit in Hinsicht dessen, dass Losander sich damals auch nicht ganz korrekt gegenüber Tommy Wonder verhalten hat.

    Weiter an anderer Stelle im Artikel:
    „Andererseits gibt es natürlich durchaus auch die Möglichkeiten des Gebrauchsmusterschutzes und des Patents. Leider sind diese für den kleinen Bereich unserer Branche schlicht und ergreifend zu teuer!“
    Das sehe ich anders. Dies mag vielleicht für Artikel im unteren Preissegment zu treffen. Wenn ich z. B. an das Kartenseil von Werry denke (auch bekannt unter Schlangenseil), das Werry vor vielen Jahrzehnten in seiner Zeitschrift beschrieb und seitdem weltweit verkauft wird (die wenigsten wissen wohl, wer der wahre Urheber dieses Tricks war), dürfte sich ein Patent/Gebrauchsmusterschutz kaum lohnen (und evtl. auch nicht vergeben werden). Wobei das mit dem „kaum lohnen“ auch wieder fraglich ist, denn bei solchen kleinpreisigen Tricks macht es eben die Masse.

    Beim hohen Verkaufspreis der Original-Ausführung des schwebenden Tisches von Dirk Losander halte ich die Möglichkeit des Patent/Gebrauchsmusterschutz (falls sie erteilt würden) durchaus für vernünftig. Kopien hätte es vermutlich auch dann gegeben, allerdings erheblich weniger.

  4. Noch einmal zu meinem Beitrag „kostenloskultur“: Nur damit es keine Missverständnisse gibt. Einer der beiden hier ’nachgetragenen‘ Links war bereits Teil des Artikels wurde aber von der Redaktion (zu der ich seit 5 Monaten nicht mehr gehöre; auch wenn dies nie öffentlich verkündet oder ich gar verabschiedet wurde kann man es im Impressum erkennen) ohne mein Wissen entfernt.

    • Danke für die Richtigstellung:
      Zur Erklärung:
      Am Tag vor der Drucklegung prüfen wir alle Links. Wenn diese nicht funktionieren, werden Sie von uns nicht veröffentlichen. Das kann viele Gründe haben. Neben technischen Erreichbarkeiten, aber auch dass gewisse Fakten nicht mehr stimmen. Im betreffenden fall gab es das Produkt nicht mehr im Sortiment von Herr Bennet. Der Link zu dem angegebenen Zaubershop konnten wir auch nicht aufrufen.
      Prinzipiell haften die Autoren für ihre Texte selbst. Allerdings sind wir als Herausgeber verpflichtet gewisse Fakten zu prüfen. Ebenso – und das gilt für alle Texte – lassen wir in kritischen Fällen – Texte von unserem Anwalt prüfen. Auch dies völlig unverbindlich, da die Autoren für ihre Texte selbst haften. Trotzdem ist es ein Service und eine Sicherheit für unsere Autoren.

      Ulrich hat unsere Redaktion im 1. Halbjahr verlassen. Ich habe mich bei ihm persönlich für seinen tollen Einsatz schriftlich bedankt. Das Aladinprojekt ist jung und dynamisch. Dinge verändern sich, Weggefährten verlassen uns, neue stoßen zu uns. Wer Lust hat ist immer Willkommen! Bitte aber um persönliche Mails, da wir Redaktionsthemen nicht in den Kommentaren behandeln.

  5. Der neue Aladin wird in die Geschichte eingehen. Es fällt mir schwer zu sagen, aber er ist aus meiner Sicht die beste Ausgabe, die je erschienen ist. Deshalb schwer, weil ALLE bisherigen Ausgaben ebenfalls so unbeschreiblich vielfältig und hochwertig waren.

    Aber die aktuelle Ausgabe (unglaubliche 105 Seiten) setzt erneut Maßstäbe. Das Thema „Respekt“ schlug ein wie eine Bombe und ist (wie ich in mehreren Telefonaten erfahren habe) bundesweit im Gespräch.

    Fazit: Wer glaubt, das alles hätte es so früher nicht gegeben, der irrt. Bereits vor 35 Jahren wurde hemmungslos kopiert, wie folgende Zeilen aus der damaligen Hauszeitschrift „Zaubertrichter“ (Ausgabe Nr. 70/71) vom Händler Kellerhof berichten.

    Auszug:
    „Nun noch etwas sehr Unerfreuliches, das Sie wissen sollten. Wir sind sauer, stinksauer sogar, auf den „Kollegen“ XXXXXXX XXXXXX aus XXX. Dieser Herr scheint keinerlei Skrupel zu kennen, wenn es darum geht, aus dem geistigen Eigentum anderer für sich Kapital zu schlagen. Nachdem er Joro´s Originalvortrag für die Guillotine versilberte, ohne dass dieser hiervon etwas wusste und mit der Fa. XXXXXXXXXX wegen Urheberrechten im Clinch lag, haben wir jetzt Grund, über diesen sauberen Herrn zu klagen. Ein Freund unseres Hauses schickte uns eine Liste des Herrn XXXXXXX XXXXXX aus XXX zu. In dieser fanden wir auf 32 Seiten nicht weniger als 27 (in Worten: siebenundzwanzig!) Manuskripte und Routinen von uns, die dieser Herr ohne unser Wissen und ohne unsere Erlaubnis feilbietet. Für viele dieser Manuskripte haben wir die Rechte erworben. Über manche haben wir tagelang gesessen, um sie zu Papier zu bringen. Kopiert sind sie in wenigen Sekunden! Wir überlassen es Ihnen, lieber Leser, die Handlungsweise dieses „cleveren Geschäftsmannes“ zu beurteilen und die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen. Originell finden wir, dass dieser Herr unsere Manuskripte zwar alle mit dem Originaltitel anbietet, aber zu weit höheren Preisen. Für viele verlangt er mehr als das Doppelte und Dreifache als wir selbst!“

    Im „Zaubertrichter“ wurde damals der vollständige Name genannt. Ich habe ihn hier unkenntlich gemacht. Die entsprechende Ausgabe des Zaubertrichters liegt mir im Original vor und kann gerne eingesehen werden.

  6. In der redaktionellen Notiz zu meinem Artikel „Kostenloskutur…“ Heft 4/2017, Seite 10ff. wird bezüglich des sich verknotenden Löffel wird der Anschein erweckt, dass der Löffel nicht mehr im Handel vertrieben wird. Dies ist irreführend. Unter dem Namen „Bennets wundersamer Kaffelöffel“ (der sich vor den Augen der Zuschauer verknotet!!) wird dieser hier auch heute (20.10.2017) noch angeboten:
    https://www.magiccenterharri.com/catalog/product_info.php?products_id=11578

    https://www.magiccenterharri.com/catalog/product_info.php?products_id=11826

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