Steve Beam – a remarkable personality

Seminarimpressionen 2016

p1050084Es vergeht kaum eine Woche, wo man nicht ein Angebot als Zauberzirkel erhält, ein Seminar durchzuführen. Viele Zauberkünstler haben diese Nische für sich entdeckt und touren durch das Land.

Oft allerdings entpuppen sich solche Veranstaltungen als Verkaufsshows von Produktideen, die niemals einem Realitätscheck unterworfen wurden, sondern nur zum Verkauf konzipiert wurden. Es kommt nicht oft vor, dass man eine Untergrundlegende wie Steve Beam zu einem Seminar gewinnen kann. Durch seine Tätigkeit als Autor (Zeitschrift Trapdoor, Buchreihe „Semiautomatic Cardtricks“) ist er bei Kartenspezialisten geschätzt und bekannt.
Als ich das Seminar für unsere Mitglieder ausgeschrieben habe, gab es – vor allem bei Jüngeren – oft den Hinweis, dass man sich für mathematische und automatische Kartentricks wenig interessiert. Lieber führt man die 234. Variante eines Ambitious Card Effekts vor.
Doch wer Steve Beam in diese Schublade stecken möchte, liegt völlig falsch.
Er beherrscht beide Sparten: Ausgezeichnete Kartentechniken und raffinierte Kartenstrategien, die fast ohne Fingerfertigkeit auskommen.
Gerade diese Kombination ist oft eine tödliche Waffe. Sich mit Steve´s Zauberkunst auseinander zu setzten bedeutet, dass man ausgetrampelte Pfade verlassen muss. Wer dazu bereit ist erwartet ein besonders Vergnügen.Auf den ersten Blick wirkt Steve trocken wie ein amerikanischer Businessmanager.
Während der Vorführung sitzt ihm der Schalk in den Augen. Steve besitzt einen wundervollen hintergründigen Humor. Dieser kann manchmal auch ganz schön schwarz sein.
So werden aus einfach wirkenden Konzepten unterhaltsame Zauberkunststücke.

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Sein Seminarprogramm ist eine ausgewogene Mischung aus unterschiedlichen Kategorien: technikfrei, semiautomatisch oder mit Fingerfertigkeit. Interessante Strategien z.B. für das „Si Stebbins Deck“, das sich am Ende des Programms wieder ordnet, ohne dass nur ein leiser Verdacht aufkommt, dass das Spiel gelegt sein könnte.
Ich habe an dem Abend zwei Effekte gesehen, die ich mir näher anschauen werde. Und das ist doch schon unglaublich viel bei einem Seminar.

Daneben ist Steve eine interessante Persönlichkeit, mit dem man sich stundenlang unterhalten könnte. Er ist ein Bücherwurm, vernetzt mit vielen Zauberfreunden auf der ganzen Welt, der ein bewegtes Leben hinter sich hat. Autor, Seminarleiter, Besitzer eines Zaubershops, Herausgeber eines Zaubermagazins und gleichzeitig erfolgreicher Geschäftsmann. Steve ist neben der Zauberkunst immer auch einem bürgerlichen Beruf nachgegangen. Dieser gab ihm die Freiheit sich in der Zauberkunst mit den Dingen zu beschäftigen, die ihm wichtig waren, unabhängig vom Zwang sich den Lebensunterhalt damit zu verdienen. Ein Amateur im wahrsten Sinne des Wortes, der seine Leidenschaft aber trotzdem immer professionell betrieben hat.
Steve kann unzählige Geschichten und Anekdoten erzählen, wirkt aber dabei immer bescheiden und drängt sich nicht in den Mittelpunkt.

p1050089Als wir dann – wie bei unseren Seminaren üblich – beim Griechen um die Ecke landen und uns gegenseitig „Jamas“ zuprosten, nimmt Steve die Karten zur Hand und verblüfft uns mit Kleinpäckchentricks aus einem normalen Spiel. Und – wie könnte es anders sein – auch darüber hat er ein spannendes Buch geschrieben. (Counter Attack)

Für den denkenden und anspruchsvollen Zauberfreund, der einen humorvollen und
informativen Abend verbringen möchte eine absolute Empfehlung!!!
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Hier können Sie Steve Beams Bücher bestellen:
Trapdoor Production
www.stevebeam.com
Für die Seminartour hat Steve Beam ein deutschsprachiges Seminarheft (Übersetzt von Denis Behr), das die Effekte des Abends beschreibt! (Euro: 20,–)

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Steve Beam in Innsbruck

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