Straßenkünstler werden in Boston zur Kassa gebeten

quinciQuincy Market ist ein historisches Gebäude in der Innenstadt von Boston im US-Bundesstaat Massachusetts.

Der Platz davor ist einer der meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Über 18 Mio Besucher kommen hier jedes Jahr.
Es ist ein bunter Markt mit vielen Geschäften und vielen Straßenkünstlern.
In Touristenführern wird damit sogar geworben.

Die Verantwortlichen der Stadt haben daraus nun eine doppelte Geldeinnahmequelle geschaffen.
Zum einen nutzen Sie seit Jahren die vielen Künstler um die Leute kostenlos zu unterhalten (alle Künstler treten gegen Hutgeld auf) zum anderen gibt es ab der Saison 2015 eine Gebühr für die Künstler.
Anstatt den Künstlern eine Gage zu zahlen, sollen sie nun selbst zur Kassa gebeten werden.
Die Gebühren können sich sehen lassen: 1.500 Dollar für eine Jahreslizenz (Mai – Sept)  für Gruppen, 500 Dollar für Einzelkünstler.  Ob dies der richtige Weg ist?

Quelle:
http://www.bostonglobe.com/metro/2015/05/10/faneuil-hall-street-performers-balk-new-fees/Yw3ATgk6hpOpgNOJHVGPIN/story.html

 

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1 Kommentar zu "Straßenkünstler werden in Boston zur Kassa gebeten"

  1. Umgerechnet 100.- Dollar pro Monat für Einzelkünstler mag sich nicht viel anhören. Auch die Tatsache, dass die allermeisten Straßenkünstler ihre Einnahmen kaum versteuern, mag für manche Außenstehende so als kleine Zwangsabgabe fair erscheinen (insbesondere, wenn sie wissen, dass gute Straßenkünstler in der Regel enorme Summen verdienen).

    Dennoch sind „Standmieten“ mit Sicherheit der falsche Weg. Denn die Städte (weltweit) profitieren von dieser Belebung der Innenstädte, ja, es gibt sogar Menschen, die nur wegen der Straßenkünstler die Zentren besuchen.

    Auch die Stadt München kassiert schon seit Jahren Gebühren von Straßenkünstlern. Ein Armutszeugnis für eine solche Weltstadt. Die guten Straßenkünstler gehören zur Kultur einfach dazu.

    Der Beruf des Straßenkünstlers ist hart, sehr hart. Man verdient zwar im Vergleich zu Artisten, die in deutschen Variete´s wie G.O.P. usw. arbeiten, sehr viel Geld (die allermeisten deutschen Variete´s bezahlen für „Zaubernummern“ – mit wenigen Ausnahmen wie z. B. Tigerpalast/Frankfurt oder Fantissima/Brühl – nur mäßige Gagen). Aber auf der Straße gibt es unzählige „Schwierigkeiten“, die einem die Freude am Spielen nehmen können.

    Vor ca. 25 Jahren schrieb ich für eine deutsche Fachzeitschrift darüber einen Artikel (der dann wenig später von einem Bonner Hobbyzauberer mehr oder weniger abgeschrieben wurde und in einer anderen deutschen Fachzeitschrift als „sein Werk“ veröffentlicht wurde). Wenn Sie mein damaliger Artikel interessiert, dann lassen Sie was von sich hören.

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