Superlative – Peinlichkeiten – Auszeichnungen

Da ich von einigen Österreichischen Zauberfreunden kontaktiert wurde, die wissen wollten was der Oscar der Zauberkunst ist.

In der Ganzen Woche, einem auflagestarken Printmedium in Österreich, kann man derzeit auf einer Doppelseite eine Story des „Lederhosen-Magier“ Michael Späth aus Oberösterreich lesen.
Man kann einer Zeitung wohl keinen Vorwurf machen, wenn es auf geschickt inszenierte Preise hereinfällt, die in der Unterhaltungsindustrie bzw. in Fachkreisen keinerlei Relevanz haben.
Dann kann man solche Worte lesen wie:

„Eine perfekte Show, die dem 44 jährigen im Herbst einen „Oskar“ der Magier einbringen wird“, „Einen dieser „Merlin Awards“ habe ich bereits im Vorjahr bekommen. Das ist noch niemand in unserem Land gelungen. Damit bin ich mit einer Reihe mit Größen wie David Copperfield.“

Dass man sich mit solchen Aussagen der Lächerlichkeit in Fachkreisen aussetzt scheint offensichtlich manche nicht zu stören.
Wer wissen möchte, wie man sich auch so einen Preis erwerben kann, der sollte in den kommenden Ausgaben das Sonderthema „Eitelkeiten“ lesen.
Ich habe mich natürlich mit Herrn Hassini (Boss von IMS) darüber direkt ausgetauscht um aus erster Quelle berichten zu können.
Macht IMS etwas Verbotenes? Nein, sie versteht es nur, mit der Eitelkeit  mancher Leute Geld zu verdienen.  Das gibt es ja auch in anderen Branchen. Und er kann gut davon leben. Eine WinWin Situation?

Wer Meinungen zu dem Thema PR mit Auszeichnungen in der Zauberkunst hat, soll mir doch schreiben, gerne baue ich Ihre Meinung in das in Vorbereitung befindliche Spezialthema ein.
Wenn sich die  besten Zauberkünstler im Juli Rimini bei FISM treffen wird man vergeblich auf den Lederhosenmagier warten. Aber er steht ja auf einer Stufe mit Copperfield, der auch nicht kommt…..

hanno.rhomberg@me.com

*) Noch eine persönliche Bemerkung:
Wie ich von Freunden weiß ist Herr Späth ein sehr netter Mensch. Seine Lederhosen Show ist auch für manche Zielgruppen sehr amüsant und ordentlich gemacht. Sie ist allemal amüsanter wie so manche Schuhplattlershow bei uns in Kitzbühel.
Dieser Beitrag richtet sich also nicht gegen ihn persönlich. Jeder soll die Strategie wählen bekannt zu werden, die er für richtig hält. Es ist nur ein Hinweis, dass nicht jeder Preis und jede Auszeichnung auch einen künstlerischen Wert hat. Und das gehört in einem Fachmedium auch einmal gesagt.

33 Kommentare zu "Superlative – Peinlichkeiten – Auszeichnungen"

  1. taschenspieler | 25. Juli 2017 um 14:54 | Antworten

    Nachdem es in diese Geschichte nun zu einer Lösung gekommen ist. Werde ich die Kommentare hier am Wochenende löschen. Ich bitte die daran Beteiligten dafür um Verständnis. Nachdem Michael Spät die Merlin Passagen aus seiner Werbung genommen hat, ist es auch Zeit darauf Rücksicht zu nehmen und den Fall abzuschließen. Ich werde daher nun endgültig diesen Thread schließen. Die Aufklärung gegen den Merlin Award und ähnliche FAKE NEWS geht natürlich weiter, aber man muss auch anerkennen wenn jemand so offen mit unserer Community umgeht und auf Argumente eingeht. Wer übrigens wissen möchte, wer sich hinter Michael Late verbirgt, was für eine Meinung er über Zauberei hat, sollte den September Aladin lesen. Hier findet ihr ein außergewöhnliches Interview mit ihm.
    Hanno

  2. taschenspieler | 23. Juli 2017 um 19:31 | Antworten

    Also jetzt muss ich auch letztmalig dazu etwas sagen.
    Michael Late hat – wie so manch anderer diesen „Marktetingpreis“ organisiert. Darüber kann man streiten. Fachleute wissen, dass dieser Preis künstlerisch nichts wert ist. Das ist wohl unbestritten.

    Was ich aber seltsam finde ist, wenn man sich davon distanziert wenn man angesprochen wird und behauptet, dass eine TV Anstalt von sich aus den Merlin Award in der Moderation verwendet.
    Damit kann man Menschen nicht für dumm verkaufen, wenn man gleichzeitig auf seinen Werbeunterlagen folgendes schreibt:

    „..and the OSCAR goes to.. Michael Late erhält zweiten MERLIN – der Oscar der Magie
    Zum zweiten Mal erhielt Star-Magier Michael Late den MERLIN Award.
    Dies ist die höchste Auszeichnung, die es in der Zauberkunst gibt.
    DAS IST UNWAHR!!!

    diesen wohl wichtigsten Preis den es in der Zauberei gibt, zu holen.
    DAS IST UNWAHR!!!

    Im Oktober 2014 wurde Michael Late bereits der erste MERLIN überreicht – für die beste Bühnenshow Österreichs.
    DAS IST UNWAHR!!!

    Am Samstag wurde der Magier im Casino Linz als bester Illusionist ausgezeichnet
    DAS IST UNWAHR!!!!

    War hingegen ist, dass laut Hassini sich mir gegenüber beklagt hat, dass niemand aus Österreich sich sonst beworben hat i und Michael Late der einzige war.

    Wenn man mit Wahrheit auf seiner Homepage so schlampig umgeht, sollte man nicht das Fernsehen oder Veranstalter verantwortlich dafür machen, dass Sie das sagen, was man selbst auf seinen Werbeunterlagen behauptet.

    Ich hab ja ein gewisses Verständnis dafür, dass man mangels echter künstlerischen Erfolgen (Meisterschaften, FISM Preise, Auszeichnungen wie Academy of Magical Arts, künstlerische Preise wie Monte Carlo etc.) sich gegen Spesenersatz Markeitingpreise organisiert die nach mehr ausschauen als sie sind. Aber bitte präsentiert nicht in einem Fachblog eines Fachmagazins für Zauberkunst den wissenden Lesern eine Rechtfertigung dass man damit nichts zu tun hat.
    Warum steht man nicht dazu? Ich schließe jetzt die Kommentare dieses Themas, denn ich möchte nicht noch mehr Werbung für Hassini und seiner Marketingidee machen, mit der Eitelkeit von Zauberkünstlern Geld zu machen die über wesentlich wichtigeren Preise hinwegtäuschen.

    Unser Metier als Zauberkünstler ist die Täuschung. Ob wir diese seriös oder unseriös für den Laien betreiben, muss jeder selbst entscheiden. Aber – und das habe ich Michael schon persönlich gesagt – darf man dann auch nicht wehleidig sein, wenn man kritisiert wird.

    • Hallo Zusammen,

      um mich keinen weiteren Anfeindungen auszusetzen, habe ich mich entschieden, alle Infos über den MERLIN von meiner Page zu entfernen.

      Ich hoffe Ihr seit nun zufrieden.

      Ich bin weder wehleidig, noch habe ich eine dünne Haut.

      Auch wenn mir Eure Meinung egal sein könnte, habe ich mich entschlossen, keine Werbung mehr damit zu machen.

      In diesem Sinne.

      LG

      Michael

      • Hallo Michael,

        vor Ihrer Entscheidung ziehe ich meinen Hut und spreche Ihnen meinen Respekt aus. Unabhängig davon, ob Sie diesen Schritt gehen, weil Sie Ihre Einsicht oder evtl. Bedenken über noch weitere folgende unangenehme Kritiken von anderer Seite dazu bewogen hat.

        Sie werden sehen, es tut Ihrer Show keinen Abbruch. Im Gegenteil, wenn die Erwartungshaltung vom Publikum nicht durch übertriebene Anmoderationen, Werbung usw. unnötig hochgeschraubt wird, sind die Zuschauer nach einer guten Show umso angenehmer überrascht.

        Auch dass sich Hans Klok letzten Sonntag in „Immer wieder Sonntags“ als der beste Illusionist der Welt ankündigen ließ und dann aus meiner Sicht eine nur recht schwache Leistung folgte (er hat mehr drauf), war in meinen Augen ein Fehler. Die Zuschauer erwarten viel mehr und sind dann umso enttäuschter.

        Michael, ich wünsche Ihnen – und das meine ich aufrichtig und von Herzen – mit Ihrer Show weiterhin viel Erfolg. Wie ich hier bereits in einem früheren Kommentar sagte: Ich mag Künstler, die anders sind und sich aus der Masse hervorheben. Und das tun Sie – da besteht für mich kein Zweifel – auf jeden Fall.

        Viel Glück und viel Erfolg wünscht Ihnen
        Pierre Castell

        • Hallo Pierre,

          ich danke recht herzlich. Wie gesagt, ich wollte niemals etwas Böses damit bezwecken.

          Natürlich war ich zu Beginn extremst begeistert und auch stolz, als ich von Tony erfuhr, dass ich zu den „Auserwählten“ gehöre, die diesen so wichtigen Preis bekomme.

          Es war sehr gut inszeniert von Tony Hassini und ich lies mich natürlich auch davon blenden, da ja auch Größen wie Copperfield oder Siegfried & Roy diesen Preis bekommen haben.

          Somit schien mir das auch als wichtiger Preis 🙂 Ich erkannte jedoch bereits beim ersten Treffen und bei der ersten Übergabe von Tony, dass es letztendlich nur ein guter Marketing Gag ist.

          Habe aber danach auch sehr schnell merken müssen, wie die „Zauberszene“ darauf reagiert. Mit welchen Anfeindungen ich es zu tun bekam und ich wurde oft auf das übelste beschimpft.

          Da ich aber mit großer Leidenschaft auf der Bühne stehe, habe ich mich entschieden, auf Euch zu hören.

          Vielleicht stelle ich mich auch einmal einem Wettbewerb.

          Bis dahin wünsche ich auch Euch alles GUTE.

          Liebe Grüße

          Michael

  3. Soeben war Michael Late in der ARD-Live-Sendung „Immer wieder Sonntags“.

    Leider hat er sich die Kritk nicht zu Herzen genommen und fährt weiter die „Merlin-Schiene“ und ließ den Moderator folgenden Text vom Zettel ablesen: „Er ist schon zweimal mit dem Merlin-Award ausgezeichnet worden – das ist quasi der `Oscar´ für Zauberer!“

    Wirklich peinlich, insbesondere, wenn dann nur ein solch schwacher Show-Act folgt…

    Ich empfinde ein deratiges unbelehrbares Verhalten als äußerst dumm. Wir machen alle mal einen Fehler. Es ist auch keine Sünde dumm zu sein. Aber es ist eine Schande, nichts dazuzulernen und dumm bleiben zu wollen!

    Meine bisherige Sympathie für seine Ideen und den andersartigen Vorführstil ist nun erloschen…

    • Ja, aber entspricht das nicht dem Niveau, was man von solchen Fernsehsendungen kennt – und erwartet? Vielleicht nicht gerade von einem öffentlich rechtlichen Sender wie der ARD, aber wer tritt denn da sonst noch auf in „Immer wieder Sonntags“, wer schaut sich sowas an, das ist ja nicht gerade ein Garant für Qualität, das lullt nur die Leute ein und die wollen nur unterhalten werden, nicht nachdenken.
      Was ich zum Ausdruck bringen will: Es ist nichts Außergewöhnliches, es bewegt die Welt nicht, es hat im Prinzip den Wert des Sacks Reis, der in Asien umfällt und da wundert es doch nicht, wenn diese Merlin-Award-Story weitergeplappert wird. Ich geh auch mal davon aus, dass der Moderator in der Tat nur brav abgelesen hat, was man ihm recherchiert hat und sich vielleicht auch gar nicht weiter dafür interssiert, es ist ja weder eine Nachrichtensendung, noch eine, die Missstände aufdeckt.
      Zum Missstände-Aufdecken sind dann schon eher kritische Magazine und Blogs geeignet und das wird ja auch sinnvoll genutzt.
      Manchmal habe ich allerdings das Gefühl, dass alle, die sich darüber ärgern, vergessen, dass es leider allzuviele Leute gibt, die es nicht anders wollen, als auf diesem Niveau unterhalten zu werden.
      Natürlich ist es trotzdem gut, drüber zu reden und zu diskutieren.
      Man sollte sich nur nich allzusehr aufregen.
      Finde ich.

      • „Wer tritt denn da sonst noch auf in „Immer wieder Sonntags“?
        Auch sehr gute Leute. Wie z. B. Jörg Knör, Timothy Trust oder in der heutigen Sendung Ingo Oschmann, der wie ich finde, einen guten Job gemacht hat (obwohl er extremes Lampenfieber hatte, er zitterte ohne Ende). Mehr Entertainment in nur 4 Minuten geht nicht.

        Volksmusikdarbietungen gefallen mir absolut nicht, aber, es gibt sehr viele Menschen, denen sie gefallen. Deshalb finde ich gut, dass es solche Sendungen für ältere Menschen gibt, die daran ihre Freude haben. Nur so am Rande: Auch mich hatte die Produktionsfirma Kimmig Entertainment GmbH vor 2 oder 3 Jahren zwecks einem Taschendiebauftritt angefragt. Ich habe dankend abgelehnt.

        Was viele nicht wissen: Aus unseren Kreisen würden viele dort auftreten. Dann können sie nämlich sagen „Ich war im Fernsehen“ und haben ein professionelles Werbevideo. Bei „Immer wieder Sonntags“ werden grundsätzlich (das kann ich hier ruhig verraten) nur eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 850.- Euro bezahlt. Davon müssen Reisekosten und Hotel selbst entrichtet werden. Einfach nur lächerlich. Dies gilt für jede artistische Nummer, zu denen auch Zauberkünstler oder Taschendiebe zählen. Bei Sängern gelten andere Regeln.

        Manche Kollegen gehen auch in die Sendung, weil sie gerade ihr neues Programm usw. promoten wollen (wie z. B. heute Ingo Oschmann seine Tour bewarb). Das wiederum könnte vielleicht Sinn machen.

        „…da wundert es doch nicht, wenn diese Merlin-Award-Story weitergeplappert wird!“
        Moderator Stefan Mross liest natürlich nur ab, was die Künstler bzw. ihr Management aufgeschrieben haben. Die Taktik dabei ist, dass Michael Late nun selbst nicht mehr darauf hinweisen muss (in seiner Werbung/Website), denn scheinbar haben es ja andere gesagt. Dabei wird Stefan wohl kaum wissen, was der Merlin-Award eigentlich für eine hohle Seifenblase ist.

        Uralter Trick: Lass die Medien irgendwas verkünden (was man ihnen zuvor als scheinbare Tatsache „steckte“), dann braucht man später diesen Mist nicht selbst zu sagen. Das Publikum oder ein unerfahrener Veranstalter/Kunde, der solche Videos mit derartigen Aussagen sieht, denkt sich, „wenn das die Medien (oder der Moderator, Zeitung etc.) sagen/schreiben, wird es schon stimmen.“ Der Künstler ist fein raus, ER hat es ja nicht selbst gesagt.

        „Natürlich ist es trotzdem gut, drüber zu reden und zu diskutieren.“
        Ja, in jedem Fall, sehr wichtig. Denn solche Auftritte in Verbindung mit solchen Ansagen schaden langfristig unserer Szene. Was soll das Publikum denken, wenn solche Darbietungen wie die von Michael Late als bedeutenden Shownummern suggeriert werden, die angeblich derartige weltweite Anerkennung genießen, dass sie einen „Oscar der Zauberkunst“ bekommen haben?

        Welche Auszeichnungen hätten dann wirkliche erstklassige Kollegen wie Siegfried & Roy, David Copperfield, Hans Klok oder der fabelhafte Timothy Trust verdient, wenn für uninformierte Zuschauer der Merlin-Award SCHEINBAR das Größte oder zumindest etwas ganz Besonderes darstellt?

    • Hallo lieber Pierre,

      ich danke recht herzlich für die äußerst konstruktive Kritik, die ich mir gerne zu Herzen nehme.

      Zum ersten gehöre ich keiner Zauberorganisation an. Somit steht es mir frei, welches Marketing Tool ich für meine Vermarktung nutze.

      Zum zweiten habe ich hierzu nichts erfunden. Die Betitelung usw.. kommt alles von Herrn Toni Hassini. Das er ein schlauer Bursche ist, dass ist unumstritten. Er hat vor vielen Jahren einen Preis kreiert und diesen Größen wie David Copperfield, Siegfreid & Roy usw.. verliehen.

      Das er damit auch Europa unsicher macht, dass ist wieder eine andere Sache und trifft natürlich die Nerven der hier ansässigen Zauberkünstler.

      Ich maße mir nicht an, mich mit einem Copperfield oder sonstige Größen auf eine Ebene zu stellen.

      Das Medien dann gerne übertreiben, was die Berichterstattung betrifft,dass weiß man auch.

      Ich habe bei „immer wieder sonntags“ auch nicht gewollt, dass hier irgendetwas über den MERLIN gesagt wird.

      Ob den Leuten vor Ort oder vor dem Fernseher gefallen hat, dass ist eine andere Sache.

      Dem EINEM gefällt’s und dem ANDEREN eben nicht. Das ist auch gut so. Mir ist ein perfektes Bühnenbild, mit toller Beleuchtung usw. auch lieber.

      Ich liebe es auf der Bühne zu stehen, bin auch mehr Entertainer als ein Zauberer und habe einfach eine „Nische“ für mich entdeckt.

      Also nichts für ungut liebe Leute.

      Ich will NIEMANDEN etwas BÖSES.

      In diesem Sinne.

      Alles Liebe

      Michael

      • Hallo Michael,

        zunächst ein dickes Danke, dass Sie sich mit einem Kommentar gemeldet haben. Zu Ihren Zeilen nehme ich wie folgt Stellung:

        „Zum ersten gehöre ich keiner Zauberorganisation an. Somit steht es mir frei, welches Marketing Tool ich für meine Vermarktung nutze.“

        Selbstverständlich steht Ihnen das frei. Aber hat es nicht auch ein wenig mit Moral, Stil und Klasse zu tun, die derartige Luftnummer „Merlin Award“ NICHT als Maketing-Weg einzuschreiten? Und hat es nicht vor allen Dingen mit FAIRNISS den anderen Kollegen gegenüber zu tun? Wäre es nicht schön, wenn Sie in Sachen fairer Werbung gegenüber der Szene ein Verantwortungsgefühl zeigen würden? Es geht doch nicht immer nur um Sie und Ihren Erfolg sondern auch um den Ruf der gesamten Zauberkunst. Und dass Sie mit Ihrem Marketingstil dem Ruf der Zauberkunst schaden, steht für mich persönlich außer Zweifel.

        „Zum zweiten habe ich hierzu nichts erfunden. Die Betitelung usw.. kommt alles von Herrn Toni Hassini. Das er ein schlauer Bursche ist, dass ist unumstritten. Er hat vor vielen Jahren einen Preis kreiert und diesen Größen wie David Copperfield, Siegfreid & Roy usw.. verliehen. Das er damit auch Europa unsicher macht, dass ist wieder eine andere Sache und trifft natürlich die Nerven der hier ansässigen Zauberkünstler.“

        Was genau möchten Sie mir damit sagen? Ist der „schlaue“ Toni Hassini auf Sie zugekommen? Hat er Sie dazu gezwungen, diesen Blender-Award für Ihr Marketing zu verwenden? Was sind denn das für „Schuld“abweisungen? Achso, immer sind die anderen schuld…

        „Ich maße mir nicht an, mich mit einem Copperfield oder sonstige Größen auf eine Ebene zu stellen.“

        Nein, nicht hier in der Zauberszene. Das würde Ihnen – was klar sein dürfte – natürlich auch niemand abnehmen. Aber mit der Verwendung des „Merlin-Awards“ machen Sie es aber bei Laien. Wenn auch nur indirekt! Und das empfinde ich als PEINLICH und unseriös.

        „Dass Medien dann gerne übertreiben, was die Berichterstattung betrifft, das weiß man auch.“

        Seltsam, dass die Medien bei mir oder vielen anderen Profikollegen nicht übertreiben. Den Satz meinen Sie auf unseren Meinungsaustausch bezogen doch nicht ernst, oder? Damit haben Sie ja mein Argument „uralter Trick…“ voll bestätigt. Nämlich damit, dass Sie genau diese Masche fahren.

        „Ich habe bei „immer wieder sonntags“ auch nicht gewollt, dass hier irgendetwas über den MERLIN gesagt wird.“

        Michael, das halte ich für die Unwahrheit. Es wird nichts verkündet, was Sie nicht möchten. Ich halte diesen Satz auch deshalb für geflunkert, weil man ganz deutlich sehen konnte, dass der Moderator den Text zum Merlin-Award ablesen musste. Das wurde ihm so eingereicht. Nun erzählen Sie mir bitte nicht, dass Ursula Kimmig von der Produktionsfirma oder einer ihrer Mitarbeiter oder der Chefredakteur von „Immer wieder Sonntags“ Sie genötigt hat, diesen Humbug verbreiten zu lassen. Wollen Sie mir etwa berichten, dass Stefan Mross vorher wusste, dass es einen „Merlin-Award“ gibt und diese Auszeichnung angeblich so was wie der „Oscar der Zauberkunst“ ist?

        „Ob den Leuten vor Ort oder vor dem Fernseher gefallen hat, dass ist eine andere Sache. Dem EINEM gefällt’s und dem ANDEREN eben nicht. Das ist auch gut so. Mir ist ein perfektes Bühnenbild, mit toller Beleuchtung usw. auch lieber.“

        Wir reden nicht von Ihrer Show. Was Ihre Showdarbietung betrifft, habe ich mich hier bereits mit einem Kommentar deutlich dazu geäußert.

        „Ich liebe es auf der Bühne zu stehen, bin auch mehr Entertainer als ein Zauberer und habe einfach eine „Nische“ für mich entdeckt.“

        Dass Sie eine „Nische“ entdeckt haben, ist doch wunderbar. Aber es geht nicht nur darum, was SIE lieben. Wie schon gesagt, Sie tragen als jemand, der Tricks benutzt, die SIE nicht erfunden haben, der gesamten Zauberkunst gegenüber eine gewisse Verantwortung. Sie schmücken sich mit Sachen, die Ihnen aus meiner Sicht nicht zustehen. Versuchen Sie doch Ihr Publikum und die Veranstalter MIT LEISTUNG anstatt mit Blendwerk wie den „Merlin-Award „zu überzeugen. Sie haben doch schon die ersten Schritte in dieser Richtung geschafft: Nämlich mit Ihrer Idee (da ich so was in der Art bisher noch nicht kannte, gehe ich mal davon aus, dass es tatsächlich Ihre Idee war) der Show einen bayerischen Touch zu geben. Nun versuchen Sie, diese Idee weiter zu perfektionieren und die Qualität der Show zu steigern. Lassen Sie sich von Fachleuten vor allen Dingen dazu beraten, wie man sich auf Bühnen „richtig“ bewegt.

        Wie schrieb hier Herbert Dvoracek sinngemäß (bezogen auf den „Merlin Award“: „Für mich ist das Betrug …!“ Da hat der Schreiber in meinen Augen nicht ganz Unrecht!

        „Ich will NIEMANDEN etwas BÖSES.“

        Das hat auch niemand behauptet. Hanno Rhomberg meint sogar, dass er von Freunden weiß, dass Sie „ein netter Mensch“ sind. Dennoch ist das, was Sie mit Sätzen wie „Merlin-Award, sozusagen der Oscar der Zauberkunst“ verkünden lassen, Unrecht. Ist Unrecht etwas Böses? Denken Sie mal drüber nach!

        Beste Grüße
        Pierre Castell

        • Hallo Pierre,

          ich weiß gar nicht warum ich mich hier solch einer Diskussion aussetze aber ich antworte Ihnen ein letztes Mal.

          Mich einer Lüge zu bezichtigen, dass ich wusste, was Stefan Mross anmoderiert hat, ist eine Frechheit.

          Ich war bei der „eigentlichen“ Generalprobe am Samstag gar nicht dabei und wusste NICHTS davon, wie ich angekündigt wurde. PUNKT

          2) Wie ich mich auf der Bühne bewege, dass kannst Du auch mir überlassen. Ich muss mich wohl fühlen und vielen Zuschauern taugt es, weil es eben anders ist. Ich bin anders. Ich muss kein Klischee erfüllen. ICH bin ICH und Dir scheint das persönlich nicht zu gefallen. Das ist auch in Ordnung. Muss es ja auch nicht 😜

          Jetzt kommt der Unterschied zwischen Dir und mir: Ich kenne Dich und Deine Show nicht. Selbst wenn ich diese dann gesehen hätte, würde ich mir nicht anmaßen, dich dann öffentlich zu kritisieren.

          Nochmals für Dein Verständnis zum Merlin. Das ist ein amerikanischer Preis und dort scheint niemand ein Problem damit zu haben.

          Von der Seite von IMS

          The Merlin Award was designed to promote the magic and the magician to the general public. A good example of this is Siegfried & Roy using their Merlin Award win on their billboards all over Las Vegas, as well as the marquee billboard on The Mirage Hotel & Casino. David Copperfield uses his Merlin Award in his live shows; before his shows begin, a large projection shows his awards and in large letters, “Magician of The Century, by the International Magicians Society“ is shown over and over again. And Criss Angel uses it quite often in his TV shows, his live show at The Luxor, and his magic set.

          Also, the Merlin Award is designed to help magicians to negotiate for their next contract, which quite often becomes a good negotiation tool.

          Und um das geht’s.

          Danke

          Michael

          • Hallo Michael,

            seltsam, wieso ist Ihre Antwort so ähnlich wie die Reaktion eines ertappten und aufgebrachten Soziopathen?

            Beste Grüße
            Pierre Castell

  4. Michael Late ist am heutigen Sonntag, 16. Juli 2017, in der ARD-Livesendung „Immer wieder Sonntags“ zu sehen (10.00 – 12.00 Uhr)!

    Die Sendung hat vor wenigen Minuten begonnen…

  5. Soeben sah ich den Lederhosen-Illusionisten Michael Late (Michael Späth) in der Sat-1-Sendung „It´s Showtime“!

    Ich stehe nun zwischen zwei Stühlen: Ich hatte mich hier vor einiger Zeit über die Art seiner Werbung nicht besonders positiv ausgelassen.

    Als ich seine Darbietung vor wenigen Minuten sah, war mir zunächst nicht klar, dass es sich bei Michael Late um Michael Späth handelt. Nun kann man über seine Show urteilen, wie man möchte. Eines muss man ihm aber lassen: Er hatte eine neue Idee – die Verpackung seiner Show ist anders. Und soweit ich weiß, arbeitet niemand so wie er.

    Mir persönlich ist seine Show zu albern, zu sehr runtergespult – ohne ausdruckstarke wirkliche Präsentation. Die Kostüme und seine Musik tragen die Darbietung und so fällt seine schwache Ausstrahlung nicht auf. Die Illusionen selbst sind aus meiner Sicht „vergewaltigt“, was die Zuschauer aber nicht zu stören scheint. Wie gesagt, die Musik mit Rumgehampel sowie die Kostüme kaschieren das.

    Hat diese Darbietung nun eine Daseinsberechtigung? Ich meine: JA!
    Ich rechne Herrn Späth hoch an, dass er anders ist. Und ich empfinde Sympathie für Kollegen, die sich aus der grauen Masse hervorheben. Denn dahinter steckt Mut und Zeitaufwand, dies zu realisieren.

    Wenn Herr Späth nun noch seine Art der Werbung überdenken würde, fände ich dies toll.

    Auf mich wirkte er auch im Gespräch sympathisch, so dass er es verdient hätte, für passende Veranstaltungen engagiert zu werden. Ihm dürfte selbst klar sein, dass er mit dem Stil seiner Vorführung nicht auf High-Class-Events gebucht wird. Aber das möchte er vermutlich auch gar nicht. Er arbeitet so, wie er will und zu ihm passt, wovon er überzeugt ist. Und das macht ihm Spaß, das merkt man. Ich wünsche ihm viel Erfolg. Wie gesagt: Er ist anders – und das mag ich!

  6. Hallo Hanno!
    Für mich ist es Betrug am Kunden-Puplikum, das ist so wie wenn du einen teuren Sekt bestellst,ihn bezahlst aber du bekommst nur Mineralwasser.
    Diese Leute verkaufen sich ja auch TEURER, weil sie Preisträger sind oder Weltmeister usw.Wenn ich im Guinnes Buch der Rekorde bin,bin ich auch Weltmeister??Für mich ist es einfach Betrug.
    Liebe Grüße Scanio

  7. Beim Kongress in Götzis waren dem Herrn Lederhosenzauberer die Kongressgebühr und 50.- Wettbewerbsgebühr zuviel. Dort hätte er einen echten Preis abholen können. Oder…………

  8. Habe gerade mal nach dem „Lederhosenmagier“ gegoogelt…

    Unglaublich, diese fragwürdige Selbstdarstellung.

    Meine Meinung:
    Allen Medien (insbesondere online), die solchen Unfug veröffentlichen, eine PR-Mitteilung schicken, die klarmacht, welche Lachnummer das Ganze ist.

  9. OneHandShuffle kann oder will scheinbar nicht verstehen.

    Gewisse Ansichten und der Gerechtigkeitssinn mancher Zeitgenossen sind schon sehr seltsam…

  10. Kaum aufgestanden, gerade mein Frühstücksbrot geschmiert, lese ich hier die neuen Kommentare. Bei den Zeilen von OneHandShuffle hätte ich mich beim Essen meines Apfels fast verschluckt.

    1. „Hat diese Auszeichnung genau wie jede Andere seine Berechtigung.“
    Nein. Das sehe ich völlig anders! Irgendeine Auszeichnung hat nicht automatische eine Berechtigung. Es muss schon was dahinterstecken. Leere Luft und Blendwerk gibt es leider schon zu Genüge!

    2. „Neid ist die höchste Anerkennung von Leistung.“
    Seltsam, diesen Satz habe ich in vielen Jahrzehnten noch NIE von einem wirklich erfolgreichen Menschen gehört. Hingegen höre ich den Satz sehr oft von Personen, die sich bzw. ihre Leistungen völlig überschätzen und deren angeblichen Erfolge deshalb zurecht angezweifelt werden. Wenn dann bei Erklärungsversuchen die Argumente ausbleiben, kommt häufig dieser Satz…

    3. „Nur weil etwas schlechtgeredet wird, ist es nicht wirklich schlecht.“
    Was ist denn das für eine nichtssagende Ansicht?

    4.“Kümmern wir uns um die positive Gemeinschaft der Zauberkunst und nicht darum wie wir uns gegenseitig lächerlich machen können.“
    Lenken Sie nicht vom Thema ab. „Wir“ machen uns nicht gegenseitig lächerlich. In dieser Sache, über die wir schreiben, macht sich nur eine Person lächerlich.

    Gewisse Dinge muss man direkt im Keim ersticken. Es ist mehr als wichtig, dass wir darüber reden. Diese ewige Angeberei – zumeist eine Vermischung von Lügen und Halbwahrheiten – geht mir schon lange auf die Nerven.

    • Mit ihren einleitenden Worten bekam ich einen Handkantenschlag ins Genick.
      Getroffen von den nun folgenden verbalen Ellbogentechniken, musste ich mich schwer getroffen zu Boden begeben. Orientierungslos stand ich, der erfolglose Narr auf und rannte weinend davon.
      Nachdem ich mich gefangen habe,beziehe ich mich nun wie folgt auf ihre Antworten.
      Zu den Punkten:
      1.) Ich stimme ihnen teilweise zu, trotzdem gibt es diesen fragwürdigen Preis.
      2.) Was ist für sie Erfolg im Leben.
      3.) Es gibt immer auch positives abzugewinnen.
      4.) Ich entnehme allen Punkten ihrer Meinung nur negatives.
      5.) Lachen sie mal wieder 🙂

      • taschenspieler | 14. April 2015 um 13:26 | Antworten

        Ob es immer etwas Positives abzugewinnen gibt ist eine Frage der Position:
        Aus Herr Hassinis Sicht: er verdient Geld mit Leuten die es notwendig haben sich Preise zu erkaufen. (Orginalton von Herr Hassini in seinem Mail an mich: „Ich kenne Herrn Späht gar nicht und hab ihn auch nicht live gesehen, er war der Einzige der ein Video eingeschickt hat“. Wenn das reicht einen Oscar der Zauberkunst zu bekommen und auf eine Stufe wie Copperfield gestellt zu werden dann gibt es noch etwas Positives für Herrn Späth: Es war sehr leicht so einen Karriereschritt auf dem Papier zu machen.
        Objektiv gesehen, kann es aber nicht positiv bewertet werden, das werden Sie mir allen ernstes nicht einreden wollen. Das Ganze ist ein grenzenloser Humbug den man nicht einfach so zur Kenntnis nehmen kann, wenn man Zauberkunst ernst nimmt und möchte, dass wir uns selbst in der Öffentlichkeit lächerlich machen. Es bleibt daher eben nur Negatives. Man muss nicht über jeden Blödsinn lachen um Humor zu haben.

        • Wie groß ist unser Einfluss um es im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu unterbinden? Aufklärung im Sinne von positiver Medienarbeit sowie die Erstellung von Listen mit anerkannten Auszeichnungen in der Zauberkunst, welche öffentlich zugänglich sind wären eine Lösung.
          Doch letztendlich wird sich Herr Hassini von seiner Einnahmequelle nicht trennen, was zur Folge hat, dass diese Auszeichnung weiterhin besteht. Eines noch zum Abschluss, ich sehe das Posting wie in dem Film von Monty Python, der Ritter von der Kokusnuss. In der Scene mit der Begegnung im Wald wo er auf den schwarzen Ritter trifft welcher sich nach der Konfrontation mit den Worten: “Na gut, einigen wir uns auf unentschieden“ äußert :-).

          • taschenspieler | 14. April 2015 um 14:53 |

            Mir geht es gar nicht darum Herrn Hassini das Handwerk zu legen. Er befindet sich auf legalem Boden und warum mit ihm einen sinnlosen Streit entfachen. Ich habe ihn übrigens als recht netten humorvollen Typ kennengelernt, der sich selber über seine Kunden amüsiert.
            Er ist auch nicht der Einzige der mit der Eitelkeit anderer Geld verdient.
            Ja diese Auszeichnung wird weiter bestehen. Aber es liegt an uns Zauberern ob sie unausgesprochen ernst genommen wird oder nicht. Wenn wir zu allem nur den Mund halten, dann müssen wir uns nicht wundern wenn wir nicht ernstgenommen werden.
            Die Szene kenne ich nicht, aber es ging ja auch nicht über ein Wettkampf wo einer gewinnen wird. Es geht um eine gewisse Werterhaltung und die ist eben bei jedem woanders. Wenn du das ok findest ist es dein gutes Recht, aber es ist auch meines es nicht in Ordnung zu finden. Und zu sagen, dass man selbst auf der selben Stufe wie Copperfield steht ist schlicht weg bewusst gelogen. Und das war meine Ausgangskritik. Betrug und Lüge am Laien und an potentiellen Kunden, die daraufhin vielleicht 400 Euro locker machen um den Meister zu sehen. Auch die Gage war eine Lüge, aber da lügen Zauberer ohnedies gerne …

  11. Wenn ich mich recht entsinne, hat vor langer Zeit ein deutscher Händler die Mitgliedschaft in der ISM, und vor allem die dazugehörigen VHS-Kassetten von Hassini vertrieben. Bei Gelegenheit blättere ich mal meine Kataloge durch….

  12. Liebe Zauberfreunde,
    fast alles was von Menschenhand erschaffen kann auch von Menschenhand revidiert werden. Diese Auszeichnung gibt es wirklich und deswegen hat diese Auszeichnung genau wie jede Andere seine Berechtigung. Seinen Stellenwert zu hinterfragen ist die eine Sache, ihn verliehen zu bekommen ist Arbeit. Wir wissen:“ Neid ist die höchste Anerkennung von Leistung“!Nur weil etwas schlechtgeredet wird, ist es nicht wirklich schlecht. Im Boxsport gibt es verschiedene Verbände mit Preisen und Auszeichnungen, in der Zauberkunst auch (IBM, SAM, IMS). In Österreich gibt es den MRA der wiederum in der FISM Mitglied ist. Kümmern wir uns um die positive Gemeinschaft der Zauberkunst und nicht darum wie wir uns gegenseitig lächerlich machen können

    Anmerkung der Redaktion: Links zu IMS wurden gestrichen, da wir dazu keine Werbung machen möchten. Sie sind aber leicht zu googeln.

    • taschenspieler | 13. April 2015 um 15:17 | Antworten

      Also wenn man diesen Preis in einen Topf mit anderen Preisen wirft und mit dem Begriff Neid operiert, zeugt das von wenig Hintergrundswissen. Wer es nötig hat seine Eitelkeiten so zu befriedigen kann das ja machen. Er muss sich dann halt auch fragen lassen, ob er es nötig hat.
      Wer nicht hinterfragt wenn jemand der Presse sagt er stünde auf einer Stufe mit Copperfield, dem ist nicht mehr zu helfen.

      • Ohne wenn und aber, wem stört denn dieser Preis?
        Wenn ich es richtig verstehe beruht diese Auszeichnung auf einem Geschäftsprinzip wo beide Teile der Vertragspartner gewinnen. Auch eine nicht auf künstlerischer Leistung beruhende Auszeichnung bleibt eine Anerkennung von Leistung. Geld ist auch eine Leistung. Der Kern der Sache ist, dass die Presse für eine Story ohne zu hinterfragen sofort auf den Karren aufspringt.

        • taschenspieler | 14. April 2015 um 13:38 | Antworten

          Es gewinnen nicht beide Teile. Dann wäre Drogenanbau und Vertrieb auch bedenkenlos, wenn das das Kriterium ist. Tatsache ist, dass die Öffentlichkeit angelogen und getäuscht wird, und andere Künstler die diesen Ausdruck verdienen darunter leiden. Geld ist nur dann eine Leistung, wenn sie redlich verdient wird. Es gilt schon das Verursacherprinzip. Die Presse geht davon aus, dass sie nicht getäuscht wird. Wie soll ein Redakteur so etwas so lange recherchieren bis er zur Wahrheit vordringt? Die Schuldigen sind die, die Stoff für solche Berichterstattung liefern.
          Aber ich möchte mich da nicht weiter auslassen. Ich weiss von dieser „erkauften Verleihung“ schon viel länger, habe sie aber bewusst nicht kommentiert um dafür keine Werbung zu machen. Da wir in der Redaktion aber nach dem Bericht in der Ganzen Woche laufend angesprochen wurde was das für ein Preis ist, habe ich darüber berichtet. Wenn Sie das Ganze in Ordnung finden dann soll es so sein. Es gibt schließlich Meinungsfreiheit. Ich möchte das hier deshalb auch nicht weiter kommentieren. Es ist alles gesagt.

  13. taschenspieler | 12. April 2015 um 17:51 | Antworten

    Lieber Hansi, es ging mir dabei nicht um die Lederhose, sondern um solche Auszeichnungen die dem Publikum vorgaukeln, dass ein Provinzzauberkünstler auf der selben Stufe stehen soll wie ein Weltstar. Solche Peinlichkeiten sorgen dafür, dass die Zauberei in der Öffentlichkeit ein so schlechtes Image hat. Und das gibts leider hauptsächlich in unserem Metier, wo die Presse solche Berichte auch nicht sonderlich ernst nimmt. Denn ich hab noch nie einen Bericht abgedruckt gesehen wo ein Mensch der gerne singt, sich mit Placido Domingo vergleicht und die Presse es noch abdruckt.

  14. Herzlichen Dank für den Beitrag. Ich zaubere seit 40 Jahren in der Lederhose als der zaubernde Wirt. Dieser Lederhosenzauberer ist also nicht der einzige in einer Lederhose. Über seine Leistung als Zauberkünstler möchte ich kein Urteil abgeben, denn ich habe noch „Nichts“ von dem Herrn gesehen. Wer sich mit den Weltbesten Zauberkünstlern auf eine Stufe stellt, kann sehr leicht herunterfallen.

  15. Danke für den Beitrag, wieder einmal höchste Zeit, dass diesbezüglich die richtigen Worte gefunden wurden!

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