Du:
Mövengekreische lässt mich erwachen. Es ist eiskalt, Wo bin ich?

Richtig in Blackpool, der ehemaligen mondänen Seestadt in England, wo an diesem Wochenende an die 4.000 Zauberbesessene sich zu Gedankenaustausch treffen. Das winzige Zimmer mit dem noch winzigeren Heizkörper versprüht den Charme einer Klosterzelle. Aber wer fährt denn schon.im Februar in diese Gegend, wo der eisige Wind vom Meer bläst. Verrückte, eben Zauberer. Ein bunter Haufen liebenswerter Menschen die sich der Täuschungskunst verschrieben haben.
Es erinnert ein wenig an ein Schiewochenende mit seiner Schulklasse, man wird wieder zum Kind, macht Dinge die man im realen Leben wohl nicht machen würde.
Gestern bin ich um 09:00 Uhr von München abgeflogen. Die zwei Tage zuvor, habe ich ja mit meinem Kreativem in Bad Aussee zur Vorbereitung auf unseren Fröhlich Zauberkongress im Herbst 2026 getroffen. Zwei Tage haben wir Ideen geschmiedet, leidenschaftlich diskutiert und an einem Fachkongress gearbeitet der außergewöhnlich sein soll. https://zauberfestival.life/kongress-2026/



Nach einem totalen Wintereinbruch dann nach 2 Stunden Schlaf die normalerweise 2,0 Stunden Fahrt zum Flughafen in über 5 Stunden durch umgeräumte Straßen geschafft. Der Flieger voller bekannter Gesichter, wenn der abstürzt, wird die Zauberkunst in Süddeutschland ausgedünnt, geht mir durch den Kopf. Nach 2 stündigen Flug mit viel Fachsimeln und Vorfreude dann in der ehemaligen Industriestadt Manchester angekommen. Janis – im bürgerlichen Beruf Lufthansakapitän – hat einen 18 Sitze organisiert, denn die ca. 1 stündige Bahnstrecke nach Blackpool ist an dem Tag nicht in Betrieb. Ein echter Luxus, denn der Bus fährt alle Hotels ab und setzt jeden ab. Sagte ich Hotels? Wer noch nicht in Blackpool war, bekommt hier wohl einen falschen Eindruck. Denn was hier Hotel genannt wird, empuppt sich bei näherer Betrachtung als wilde Behausung.
Wer das erste Mal hier ist, macht da große Augen. Die Stimmung im Bus könnte man als ängstlich und schadenfroh bezeichnen, wenn der Bus wieder vor einer solchen „Bude“ stehen bleibt. Aber auch das gehört zu dieser Stadt, über die ich ja bereits HIER geschrieben habe. Schlaf wird in den nächsten Tagen überhaupt völlig überschätzt sein, denn man verbringt ohnedies nur ein Bruchteil der Zeit hier in seinem Bett.
Ich habe Glück, meine Unterkunft, die mir von Freunden empfohlen wurde, hat sogar eine Rezeption, Bar und einen Aufenthaltsraum bevor man über eine enge Treppe mit weichem Teppichboden in die Zellen nach oben klettert. Die ersten WhatsApp von Zauberfreunden die auch bereits hier sind erscheinen am Handy, man verabredet dich für den Abend. Kongressunterlagen abholen empfiehlt sich da am Tag des Kongressbeginns lange Schlangen stehen werden um in das Kongresszentrum zu kommen. Wer schon öfters hier war, hat auch seine Lokale wo er vorsorglich einen Tisch reserviert hat. Zusammen mit Münchner Zauberfreunde die großteils aus Harold Volts Zauberakadamie kommen (Ich hab davon HIER berichtet), lande ich in einem netten chinesischen Lokal. „Michael Wan Mandarin“ in der Clifton Street nennt es sichl. Die Schärfe des Essen treiben einem die Schweißperlen auf die Stirn. Man tauscht sich aus, natürlich über die Zauberei.



Später lande ich mit Janis und Andreas bei einem Italiener wo wir bekannte Gesichter treffen. Man hört phantastische Geschichten über die Wichtigkeit mancher Kollegen, die ungaubliche Geschichten erzählen von vergangenen Auftritten und Bekanntschaften zum Who is who der Zauberkunst. Es erinnert mich an Geschichten die ich von den Jagdfreunden meines Bruders schon gehört habe. Dort nennt man es Jägerlatein. Aber es hat auch etwas charmantes an sich, man lauscht interessiert und denkt sich seinen Teil. Mit Andreas der so wie ich Montags nach London fahrt um dort auch in den Magic Circle zu gehen und noch die ein oder andere Veranstaltung zu sehen, lande ich in unserer Hotelpaar, treffe liebe Freund aus dem 1. Wiener Zaubertheater von denen ich den Tipp mit dem Hotel bekommen habe.
So bin ich in diesem Zimmer gelandet. Es ist jetzt 7:30. gegen 09:30 geht das unglaublich reichhaltige Kongressprogramm los mit so vielen Möglichkeiten los. Es gibt für jeden Geschmack etwas zu besuchen. Vom finster blickenden Mentalsten, bis zum bunten lauten Kinderzauberkünstler. Vom bekannten Zauberstar, bis zur noch unbekannten Persönlichkeit. Ein Bild das so bunt ist wie die Zauberkunst eben ist. Am Vorabend hat man sich schon seinen persönlichen Fahrplan für den Tag erstellt. So ca. 6-8 Programmpunkte vorgenommen die man „abarbeiten“ will. Es heißt Geduld haben, in Schlangen anstehen – was die Engländer ja auf eine sehr freundliche Art zu einer Disziplin gemacht haben. Hier das Tagesprogramm.

Es heißt Entscheidungen zu treffen, viele bekannte Gesichter zu sehen. Es wird spannend….. Wenn ich es schaffe werde ich hier weiter berichten, dann aber fachspezifischer und inhaltlich etwas zauberspezifischer.
Wir lesen uns, wenn sie weiter diesen Blog besuchen!

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