Varieté mit Klasse und Herz im Bürgerhaus Pullach
Es gibt Abende, bei denen man schon nach wenigen Minuten spürt, dass sie etwas Besonderes sind. So ein Abend war das die Veranstaltung „Varieté“ im Bürgerhaus Pullach.
Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums des Bürgerhauses, das von Dr. Hannah Stegmayer geleitet wird, wurde nicht einfach ein netter Unterhaltungsabend geboten, sondern ein Programm mit Format, Qualität und echter Persönlichkeit. Pullach, hoch über dem Isartal gelegen, ist ohnehin ein besonderer Ort – und durch die Familie Voit seit Jahrzehnten auch eng mit der Zauberkunst verbunden. Mit der Zauberzentrale München und der von Harold Voit gegründeten ZauberAkademie Deutschland hat die Familie Voit die deutschsprachige Zauberszene nachhaltig geprägt. Das Konzept für den Abend kam von Harold Voit unterstützt von seiner Familie und Freunden. Nur seinen Kontakten und Freundschaften ist es zu verdanken, dass eine Veranstaltung von diesem Format realisiert werden konnte.
Schon der Beginn des Abends machte klar, dass hier mehr geboten wurde als eine lokale Zaubershow. Bert Rex erwies sich als idealer Moderator: schräg, humorvoll, skurril. Er gab dem Abend den passenden Rahmen und führte mit Leichtigkeit durch das Geschehen.
Ein besonderer Höhepunkt waren SOS und Victoria Petrosyan. Mit ihrer Quick-Change-Kunst zeigten sie, warum sie seit Jahren zu den bekanntesten Vertretern dieses Genres zählen. Präzision, Tempo und Dynamik verbanden sich zu einer Nummer, die das Publikum auf der ganzen Welt begeistert. Sie bringen Quickchange auf den Punkt langweilen nicht durch unzählige Wiederholungen sondern lassen die Zuschauer mit dem Wunsch zurück, noch mehr sehen zu wollen. Dass ihr Auftritt auf einer langjährigen Freundschaft zu Harold Voit beruhte, verlieh dem Ganzen zusätzliche persönliche Note.
Mit Thorsten Havener stand ein weiterer großer Name auf der Bühne. Sein Auftritt war klug aufgebaut, fesselnd und zugleich persönlich. Kein „Wunderfuzzi“ Gehabe, sondern eine Reise in die Welt der Gedaknen. Gerade die Mischung aus Klarheit, Humor und psychologischer Raffinesse machte seinen Auftritt besonders stark. Beeindruckend war vor allem, wie wirkungsvoll er mit einfachen Mitteln arbeitete – ganz ohne technischen Schnickschnack und Spielereien. Wenn das WLAN ausfällt lässt ihn das unbeeindruckt ;-). Ein paar Stifte, Papier, Spielkarten und eine große Persönlichkeit sind die Requisiten seiner Show.
Archivfotos der Künstler. Den umfangreichen Bericht dieses Abends finden Sie in der Ausgabe 2 der Fachzeitschrift Aladin mit Originalfotos des Abends.






Was diesen Abend aber besonders machte, war nicht nur die Qualität der bekannten Namen, sondern auch die Einbindung junger Künstlerinnen und Künstler. Artistinnen und Artisten aus dem Umfeld des ZIRKUSLAB brachten Frische und Dynamik ins Programm. Auch Daniela Maier alias Danimisima setzte mit ihrer Performance starke Akzente. Ergänzt wurde das Ganze durch eine mitreißende Percussion-Nummer zweier junger Musiker. (sobald ich die Namen habe werden sie nachgereicht)
So entstand ein Abend, bei dem Jugend und Erfahrung, große Namen und neue Talente auf wunderbare Weise zusammenfanden. Genau das spiegelte auch die Handschrift der Familie Voit wider: Zauberkunst nicht nur zu bewahren, sondern weiterzugeben und lebendig zu halten.
Am Ende blieb das Gefühl, einen Abend erlebt zu haben, der mehr war als nur eine gelungene Veranstaltung. Es war ein Abend voller Qualität, Herzlichkeit und gegenseitigem Respekt – und ganz offensichtlich ein Abend, der Harold Voit viel bedeutete.
Ein besonderer Abend in Pullach – danke, liebe Voits.

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