Wettbewerbsberichte 28. Juli

Hier tröpfeln langsam die Wettbewerbsberichte vom heutigen Tag ein.

Peter Lipp schreibt uns:

„Echt schwierig. Man hört und liest immer wieder, dass die Wettbewerbe ja nur erfunden wurden, um die magische Kunst weiter zu bringen. Wenn man den diesen Maßstab an Wettbewerbsteilnehmer legen würde, hätte man kaum ein Programm hier…
Der Vormittag Bühnenwettbewerb war eher schwach, noch ist keine Konkurrenz für Christiansen in Comedy aufgetaucht, bei Mentalmagie bekomm ich langsam die Krise, eine hi-tech 3D Projektion schaut großartig aus, wird aber auch mit Drohnen nicht zu einem magischen Effekt. 

Positiv aufgefallen sind mir in dessen Nummer ein Bild von Margritte im Museum belebt wird …
HJ (general magic plus invention/Chinese Taipei)

auch für die Idee: „making a dove… appear does not make your act less boring“…

Javi Rufo war wieder gut, wieder nach dem Motto „weniger ist mehr“, aber konnte seine Nummer von gestern nicht toppen.
Stimmig der Besuch im Dachboden von Nao Murata, mit Fotos statt Spielarten und schönen Effekten mit Kleidungsstücken (Szenen erinnern an Tina Lenert)“.
Close-up:
Durchwachsener Nachmittag, mit ein paar Höhepunkten – Rubi Ferez zeigte eine schöne Münzroutine originell verpackt, ein echter Typ, der seine Rolle gut spielt (oder gar nicht spielen muss). Jakob Schenström mit einer Art „Becherspiel“, tolle preisverdächtige Nummer – sowie Luis Olmedo mit seiner Routine „The Fountain“ [1] – „we have a winner here“.
https://www.youtube.com/watch?v=4RIaVLZft0I

Craig Mitchel schreibt zu den Nummern aus unseren Breitengraden im Genii Magazin regelmäßig seine Kommentare. Er gehört aber auch zu jenen, die kritisch mit respektlos verwechseln. Er steckt offenbar auch hinter dem Betreiber der „Lästergruppe“ auf Facebook: Unofficial FISM Guide – FISM Quebec 2022
Dass Wettbewerbsnummer auch hart kritisiert werden dürfen ist gut, denn sie stellen sich einem Urteil. Ob solche Kurzkommentare aber dazu geeignet sind, wage ich zu bezweifeln. Aber interessant wie man auch von kritischen Leuten gesehen wird. Dass Amerika auf dieser FISM WM so schlecht vertreten ist, tut ein weiteres dazu bei, um diese FISM für alles verantwortlich machen.

Die Deutschen Teilnehmer kommen nicht gut an diesem Tag aus seiner Sicht weg.
Cody Stone – General
Zu Beginn des Auftritts fluchte er beinahe, als die Produktion des Alexa-Lautsprechers nicht nach Plan verlief. Eine Drohne, die aus dem Tisch springt, ist keine Zauberei.
Martin Eisele – Karten
Die großen Hoffnungen wurden enttäuscht, denn der Auftritt war nicht überzeugend. Mit einem geliehenen Kartenspiel wurde shuffleboard von Simon Aronson präsentiert.

Alle Reviews des Tages von Craig Mitchel hier:
https://forums.geniimagazine.com/viewtopic.php?f=10&t=54243

Wie unterschiedlich Programme beurteilt werden zeigt Donal Chance auf seiner Facebookseite etwas detaillierter:
MARTIN EISELE (Kartenmagie/Deutschland) begann seinen Auftritt mit zwei Zuschauern, die bereits an seinem Tisch saßen. Er machte eine große Sache daraus, ein geliefertes/geliehenes Kartenspiel zu benutzen. Sein erster Effekt bestand darin, dass eine weibliche ZuschUER eine Karte auswählte und Eisele sie bat, das Bild der Karte in ihrem Kopf zu behalten. Dann machte er mit seinem iPhone ein Foto von ihrem Gesicht und Kopf und zeigte ihr (und uns) das Foto. Dann ließ Eisele das Foto mithilfe einer „Röntgen-App“ verpixeln und in eine Röntgenaufnahme eines menschlichen Schädels verwandeln. An diesem Punkt sagte Eisele zur Zuschauerin, „wie Sie sehen können, sieht es ziemlich leer aus“, entschuldigte sich sofort für seinen rüpelhaften Scherz (meiner Meinung nach zu wenig, zu spät), und wir sahen zu, wie das „Röntgenbild“ weiter verpixelt wurde, bis das Bild der von der AV ausgewählten Karte im Röntgenbild ihres Schädels erschien. Zu seinen weiteren Effekten gehörten das blinde Austeilen eines gewünschten Pokerblatts, eine Art „Triumph“-Effekt mit mehreren Karten und eine Art Kicker mit der Pik-Sechs (meine Notizen sind hier lückenhaft). Meine Bewertung: 7,0

CODY STONE (allgemeine Magie/Deutschland) hatte gleich zu Beginn seiner Darbietung eine Panne, als er das große „Alexa“-Gerät, das er unter einem Tuch hervorholte, fallen ließ. Aber er ließ sich davon nicht ablenken und fuhr fort, eine weitere höchst originelle Nummer vorzuführen, bei der er mit Alexa interagierte (wer auch immer ihre Stimme imitierte, war genau richtig), und zwar während einer seiner magischen Übungsstunden, wie wir glauben sollten. (Denken Sie an den alten Trick mit der Banane und dem Taschentuch, dann verstehen Sie, worum es geht). Er führte einige gute Ballmanipulationen und andere Taschenspielertricks vor, aber dann ging er zu kreativerer Magie über, bei der er eine Drohne (kein Scherz), das Licht seines Mobiltelefons und ein Rubik’s-Cube-Hologramm verwendete. Am Ende fliegt die Drohne mit Alexa davon. Sehr clever! Meine Note: 7,5
Seine Reviews kann man auf seiner Facebookseite finden:
https://www.facebook.com/donal.chayce


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