Was berichten andere YouTuber bzw. Podcaster über die Wettbewerbsteilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich?
Wir haben hier die Stimmen aus dem Netz zusammengefasst und aktualisieren laufend die Berichte!
Erfasste Reviews: GraIg Mitchell – Südafrika, Tim Ellis – Australien
Beide kommentieren seit Jahren unabhängig FISM Wettbewerbe.
Ergänzend dazu finden Sie Berichte auch in den einzelnen Tagesberichten:
Montag, 14. Juli 2025
Nikolai Striebel – Bühne, Allgemeine Magie – Deutschland
Der erste Standing Ovation-Moment bei dieser FISM-Veranstaltung gebührte zwei schwebenden Papierfliegern – sie glitten, rotierten und stiegen scheinbar schwerelos, präzise gelenkt vom Magier. Ein visuell eindrucksvolles Bild, zweifellos. Zusätzliches Lob verdient Nikolai dafür, dass er als erster Künstler den Mut hatte, sich aus dem Bühnenhintergrund zu lösen und aktiv Kontakt mit dem Publikum aufzunehmen. Allein dafür: Respekt.
Der überraschende Verschwindeffekt eines zerknüllten Schuhs sorgte für Aufsehen, und vor allem unter den Magiern im Saal kam die luftige Darbietung sehr gut an. So beeindruckend die technische Kontrolle auch war – ob der Effekt wirklich eine tiefgreifende magische Wirkung erzielt, bleibt für mich fraglich. Immerhin: Papierflieger sollen ja fliegen. Eine unterhaltsame, gut strukturierte Nummer – ohne Zweifel. Aber für mich kein absoluter Höhepunkt.
Graig Mitchell
Dienstag, 15. Juli 2025
Anca & Lucca – Bühne, Mentalmagie – Österreich / Team Austria
Nach einem klaren Hinweis, dass weder Helfer, Umstellungen noch elektronische Hilfsmittel verwendet würden, wurde Anca die Augen verbunden – und sie begann, verborgene Informationen über Zuschauer zu enthüllen.
Zunächst eine gewählte Spielkarte, dann eine bestimmte Handgeste, eine Kreditkartennummer (leider mit ein paar Ziffern Abweichung), anschließend ein Sternzeichen – und schließlich sogar der echte Name eines Zuschauers.
Höhepunkt war ein tänzerischer Moment mit verbundenen Augen, in dem Anca ein magisches Quadrat auf den Boden warf – die Quersumme entsprach exakt der Zahl, die mit Anthonys geliebtem Menschen in Verbindung stand. Im dramatischen Finale mit Zigeuner-Thema nannten sie schließlich auch den Namen von Anthonys Mutter.
Eine weitere große Publikumsreaktion – diesmal für eine Mentalmagie-Nummer.
Tim Ellis
In der Rolle eines Roma-Paares präsentieren Anca & Lucca eine klassische Zweites-Gesicht-Routine mit einer Reihe verblüffender Enthüllungen: Geschlecht, Sternzeichen, Spielkarten und sogar eine Kreditkartennummer – alles unter Einbindung von vier auf der Bühne sitzenden Zuschauer:innen.
Der Höhepunkt baut sich langsam auf, als Anca Zahlenkarten verstreut und daraus ein magisches Quadrat legt – jede Reihe und Spalte ergibt die Zahl 78, das angebliche Alter einer geliebten Person, an die ein Zuschauer nur gedacht hat. Der emotionale Abschluss: Der Name dieser Person wird offenbart – Rosa.
In der Rolle eines Roma-Paares präsentieren Anca & Lucca eine klassische Zweites-Gesicht-Routine mit einer Reihe verblüffender Enthüllungen: Geschlecht, Sternzeichen, Spielkarten und sogar eine Kreditkartennummer – alles unter Einbindung von vier auf der Bühne sitzenden Zuschauer:innen.
Der Höhepunkt baut sich langsam auf, als Anca Zahlenkarten verstreut und daraus ein magisches Quadrat legt – jede Reihe und Spalte ergibt die Zahl 78, das angebliche Alter einer geliebten Person, an die ein Zuschauer nur gedacht hat. Der emotionale Abschluss: Der Name dieser Person wird offenbart – Rosa. In der Rolle eines Roma-Paares präsentieren Anca & Lucca eine klassische Zweites-Gesicht-Routine mit einer Reihe verblüffender Enthüllungen: Geschlecht, Sternzeichen, Spielkarten und sogar eine Kreditkartennummer – alles unter Einbindung von vier auf der Bühne sitzenden Zuschauer:innen.
Der Höhepunkt baut sich langsam auf, als Anca Zahlenkarten verstreut und daraus ein magisches Quadrat legt – jede Reihe und Spalte ergibt die Zahl 78, das angebliche Alter einer geliebten Person, an die ein Zuschauer nur gedacht hat. Der emotionale Abschluss: Der Name dieser Person wird offenbart – Rosa. So solide die mentalen Effekte auch sind, die Präsentation wirkt überladen. Die klischeehaften Roma-Charaktere mit Tamburinen und stark überzeichnetem Akzent erscheinen aufgesetzt und lenken vom eigentlichen Gedankenlesen ab. Für meinen Geschmack ist das alles etwas zu viel – ich bevorzuge einen zeitgemäßeren Zugang zu dieser Kunstform.
Graig Mitchell
Mellow – Bühne, Allgemeine Magie – Deutschland / Einzelmitglied MRA
Mellow begab sich direkt ins Publikum, verfolgt von einer mobilen Kamera, und bat eine Zuschauerin, eine neue Art von Geldschein zu zeichnen. Mit einem kleinen Seitenhieb auf die Tatsache, dass dieser Wettbewerb in einem Zelt stattfindet, erntete er ein herzliches Lachen.
Als er sich auf den Tresor lehnte, löste er einen Alarm aus – der perfekte Vorwand, um seinen magischen „Raubüberfall“ zu starten, bevor die Polizei eintrifft.
Er musste zunächst ein Geld-Druckgerät aus einem Glastresor befreien. Dazu zeichnete er einen Kreis auf die Scheibe – und griff einfach hindurch.
Es folgte eine ganze Serie mit Geldscheintricks, inklusive der Verwandlung eines normalen Scheins in einen FISM-Geldschein mit den Gesichtern von Walter, Domenico und Andrea.
Als sich die „Polizei“ näherte, stellte er sich auf den Tresor und verschwand darin – à la Sub-Trunk. Plötzlich erschien er darin mit dem Geld. Danach verwandelte er das Geld in den von der Zuschauerin gezeichneten Schein – und tauchte plötzlich wieder im Publikum auf.
Zum Finale kehrte er auf die Bühne zurück und ließ aus Konfettikanonen FISM-Geldscheine über das Publikum regnen.
Tim Ellis
Jung, dynamisch und mit Anklängen an die Now You See Me-Filme bringt Mellow frischen Wind auf die Bühne – mit einer unterhaltsamen, geldbezogenen Nummer. Eine große Plexiglas-Geldkammer dominiert die Szenerie und bildet den Hintergrund für eine visuelle Performance, verstärkt durch Live-Videoeinspielungen.
Mit einer Kamera geht er ins Publikum und projiziert das Geschehen live auf die große Leinwand. Eine Zuschauerin soll ihren eigenen Geldschein auf einen Zettel zeichnen – nicht ohne einen frechen Seitenhieb auf Masters of Magic, die das Event in einem Zelt veranstalten und damit „Geld machen“.
Zurück auf der Bühne berührt Mellow die Geldkammer – Alarm, Countdown. Dann zeichnet er mit einem Marker ein Loch auf das Glas – und greift sichtbar hindurch. Ohne Abdeckung, ohne Rahmen – einfach ein magischer Moment, in dem er das Geld herauszieht. Als Clou folgt der Druck des personalisierten Scheins mit einer Lackrolle – direkt vor den Augen des Publikums.
In einer cleveren Sequenz zieht er Geldscheine scheinbar aus dem Inneren anderer heraus. Diese sind keine normalen Euros, sondern individuell gestaltete FISM-Scheine mit Porträts der Verbandspräsidenten – frech und stilvoll zugleich.
Zum Finale: Eine Subtrunk-Illusion auf der Geldkammer, alles unter dem Motto: „Die besten Illusionen sind oft direkt vor deinen Augen.“
Er erscheint im Kasten, während die Kamera durchgängig live filmt – und verschwindet mitten im Satz von der Bühne, nur um im Publikum wieder aufzutauchen. Ein spektakulärer Schauer aus frisch gedruckten FISM-Euros bringt den Saal zum Toben – Jagd auf Sammlerstücke inklusive.
Frisch, kreativ – und definitiv ein Name, den man sich merken sollte.
Graig Mitchell
Raphael Macho – Bühne, Allgemeine Magie – Österreich / Team Austria
Diese Darbietung war eine faszinierende Auseinandersetzung mit dem Thema psychische Gesundheit – die Figur kämpfte sichtlich darum, den Bezug zur Realität nicht zu verlieren.
„Ein Ball ist ein Ball. Eine Karte ist eine Karte. Ein Ball ist eine Karte.“
Gegenstände verwandelten sich ständig ineinander – als Spiegelbild eines zunehmend verwirrten Geisteszustands.
Fast wirkte es wie ein Ein-Personen-Theaterstück mit magischen Elementen – und das Publikum war begeistert!
Tim Ellis
Ein riesiger roter Spinnenaufdruck auf seiner Brust gibt die düstere Richtung vor: Raphael Macho präsentiert eine bizarre, fast verstörende Darbietung. Er schreit. „Eine Karte ist eine Karte“, ruft er, während die Spinne verschwindet – und wieder erscheint. Vor unseren Augen zerfällt er förmlich.+Die Spinne verwandelt sich in roten Sand. Eine Spielkarte erscheint und mutiert sichtbar zu einem Ball. „Ein Ball ist ein Ball.“ Die Objekte verändern sich scheinbar grundlos – ein Abbild seines zunehmenden Realitätsverlusts. Ein Hut füllt sich mit Sand, der auf den Tisch rieselt, wo plötzlich eine Blume erblüht.
Definitiv abstrakt – und sicher nicht jedermanns Geschmack.
Graig Mitchell

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